Das Objekt der Begierde!!

10.11.2017 - News RBBL

Runde eins im DRS-Pokal 2017/18

An diesem Wochenende kommt es zur ersten Runde im DRS-Pokal. Die in acht Gruppen ausgetragenen Begegnungen bedeuten für die fünf Regionspokalsieger Heimrecht und Gastmannschaften aus der ersten und zweiten Bundesliga. Mindestens vier Erstligisten werden hier dann schon die Segel streichen, womit wir gleich im hohen Norden bei den Kieler Wheelern anheuern. Hier müssen sich die Landeshauptstädter mit der Reserve der Köln 99ers messen. Nur der Sieger darf dann fünf Stunden später noch einmal ran. Dazu wird in der Partie von Hannover United 1 gegen die Hot Rolling Bears aus Essen der Kontrahent ausgespielt. Die Favoritenbürde können die Niedersachsen nicht abstreiten und sollten wohl in die nächste Runde einrollen.

In der Lichtstadt Jena werden für drei Teams die Lichter ausgehen. Zuvor kommt es aber zu hochinteressanten Auseinandersetzungen. Die vom Ex-Kapitän der Deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft und 289-fachen Nationalspieler Lars Christink trainierten Saalestädter treffen im Auftaktmatch auf den aktuellen Tabellenführer der Zweiten Bundesliga-Nord, dem ASV Bonn.

Beide für ihre Nachwuchsarbeit bekannten Teams trafen letztmalig im Januar 2016 aufeinander. Hier behielten die Rheinländer mit einem 54:65 die Oberhand. Der Sieger trifft dann noch auf einen Erstligisten, der im Anschlussspiel zwischen den RBB München Iguanas 1 und den Köln 99ers 1 ermittelt wird. Hier wird den hoffentlich zahlreichen Zuschauern einiges geboten werden, denn die Kölner sinnen nicht nur auf Revanche der Niederlage vom letzten Wochenende in München im Ligabetrieb, sondern wollen auch erfolgreich in die Session 2018 starten. Für die Rheinländer ist neben dem Rosenmontag, der 11.11. der zweithöchste Feiertag und Start des „Fasteleer oder Fasteloovend“ auf gut deutsch Karneval. Wenn es hier noch zu einem Rheinischen Endspiel kommt heißt es wieder. „Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat“.

Der Regionspokalsieger West, die Paderborn Ahorn Panther sind Ausrichter in Gruppe drei. Hier hat es der Zweitligaabsteiger aus der Universitätsstadt in der Auftaktbegegnung mit dem Zweitligavertreter BG Baskets Hamburg zu tun. Der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga West könnte hier zum Stolperstein für die Hanseaten werden. Im zweiten Spiel des Tages treffen die Vorjahres-Viertelfinalisten des RSC Osnabrück und der unangefochtene Leader der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga, die RSB Thuringia Bulls aufeinander. Bei der derzeitigen Dominanz der Bullen wird es schon eine Mammutaufgabe für den Zweitligavertreter. Mit Bo Kramer (RSC) und Jitske Visser (RSB) werden zwei niederländische Nationalspielerinnen zu Gegnerinnen. Die Freundschaft muss da für 100 Minuten hinten anstehen. Eine Blamage werden sich die Elxlebener nicht erlauben.

Mit den Rhine River Rhinos 2 aus Wiesbaden trifft der amtierende Pokalsieger Mitte auf die Zweitligisten des RSV Baskets Salzburg und die Rollerbulls Ostbelgien. In dieser Dreiergruppe spielt Jeder gegen Jeden und hier ist alles möglich. Sollten die Rhinos das Auftaktmatch gegen die Mozartstädter erfolgreich bestreiten, stände das Team von IWBF-Europe Präsident Walter Pfaller gegen die Belgier gewaltig unter Druck. Vor vier Wochen gab es in der Ardennenstadt St. Vith im Ligabetrieb eine 77:57 Niederlage, die aber an diesem Tage nichts Wert ist. So kann es erst im Spiel Nummer drei zum Showdown kommen, was für das Publikum in der Landeshauptstadt einen spannenden Rollitag bedeutet.

Die erste Hälfte der Pokalrunde endet somit am Samstag und findet mir vier weiteren Gruppen seine Fortsetzung am Sonntag. Hier haben die Hannover United 2 Heimrecht und begrüßen das Team ihres Ligakonkurrenten, den BBC Warendorf, der erst im zweiten Part auf die Körbe werfen darf. Dies wollen aber die BSC Rollers Zwickau verhindern und ihrerseits für mindestens einen Korb mehr auf der Habenseite sorgen. Zuvor treten aber die Baskets 96 Rahden in das Geschehen ein und werden die Leinestädter keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Ob Trainer Jaglowski seinen Akteuren Bilder vom Pokalsieg 2016 zeigen wird um die Motivation zu steigern, werden wir wohl nicht erfahren. Alleine das Ergebnis zählt, um noch ein weiteres Spiel absolvieren zu dürfen. Ein Erstligist bleibt aber hier auf der Strecke.

Auf den Weg ins Großherzogtum Luxemburg machen sich zwei Hochkaräter der RBBL auf. Die Viertelfinalisten der Pokalrunde 2016/17, der RSV Lahn-Dill und die Rhinos aus Wiesbaden werden ihre Rollenverteilung nicht nur abchecken. Starten werden der Gastgeber der Lux Rollers zunächst gegen den Deutschen Meister, um sich zum Tagesabschluss auch noch mit den Dickhäutern zu messen. Ob es hier nur um die goldene Ananas geht, entscheidet ja die Begegnung der beiden Erstligavertreter in Spiel zwei. Luxemburger macht euch auf dem Weg zum „Rehazenter um Kierchbierg“, denn das bekommt ihr so schnell nicht wieder geboten. Ein schönes Geschenk zum 30-jährigen Bestehen der Lux Rollers am 19.11.2017.

Ebenso in Tübingen kommt es zum Rollstuhlbasketball vom Feinsten. Die RSKV Tübingen empfängt als Regionspokalsieger Süd den Halbfinalisten des Vorjahres, die BG Baskets Hamburg. Direkt zum Auftakt darf sich der Tabellenzweite der Regionalliga Süd mit den Hansestädtern sportlich behaken. Dieses Spiel soll für die im Landesmittelpunkt von Baden-Württemberg liegenden Tübinger der Höhepunkt im Sportjahr 2017 werden. Hochgenuss garantiert! Wer glaubt, dass dies schon alles war, hat sich getäuscht. Im Mittelspiel treffen dann die WM Gastgeber 2018 aus Hamburg auf die Vertretung Deutschlands ältester Stadt, den Trierer Dolphins. Gab es vor genau 35 Tagen eine knappe Zweipunkte Niederlage der Delphine an der Elbe, werden die Karten nun aber neu gemischt. Brisanz ist genug im Spiel! Wenn jetzt auch beide Teams sportlich zu überzeugen wissen, werden die Zuschauer mit der Zunge schnalzen können. Den Abschluss darf dann der Gastgeber mit dem Spiel gegen die Trierer einläuten.

Mindestens ein Zweitligist wird in das Viertelfinale einziehen, denn in Heidelberg erwarten die Rolling Chocolate die Süd-Zweitligisten der Lahn-Dill Shywheelers und die Sabres Ulm. Konnte das Team von Christa Weber im Ligabetrieb schon beide Spiele gegen ihre Gäste gewinnen, so geht es heute im KO-Modus wieder von vorne los. Da auch die Kombo aus Lahn-Dill und Frankfurt schon gegen Ulm erfolgreich war, werden die Donauschwaben hier einiges besser machen wollen. Ob sie mit den Gedanken des in Ulm geborenen Albert Einstein die beiden Kontrahenten überraschen werden, bleibt zunächst nur Theorie. Praktisch dürfen sich alle auf umkämpfte Spiele freuen. Möge der Bessere gewinnen

.