Gipfeltreffen

11.10.2017 - News RBBL

Meister musste beim Vize ran

Der Rollstuhlbasketball-Meister RSV Lahn Dill verschluckt sich am Tag der Deutschen Einheit in der Erfurter Messe am Cocktail Alex Halouski und Matt Scott und muß sich mit 77:61 (16:13,11:20,19:10,31:18) geschlagen geben.

Am Tag der Deutschen Einheit präsentierten sich die RSB Thuringia Bulls in absoluter Feiertagsstimmung und gewinnen das erste Spitzenspiel gegen den Meister und Pokalsieger aus Wetzlar ohne ihren Kapitän Raimund Beginskis. Im ersten Viertel begannen die Bulls mit Alex Halouski, Vahid Azad, Jitske Visser, Jake Williams und Matt Scott sehr konzentriert und führten nach 5 Spielminuten 12:4. Vor allem Matt Scott war für den Meister nur schwer zu stellen. Die Defense stand sehr gut, aber die Angriffe waren fehlerhaft, und bei den Abschlüssen schluderten die Bulls. Lahn Dill nahm eine Auszeit und brachte die Thüringer aus dem Rhythmus. Zum Ende des ersten Viertels stand es 16:13. Coach Michael Engel begann zu rotieren, und die Bulls taten sich im Abschluss schwer. Allein Matt Scott hielt die Bulls mit einigen Kraftakten im Spiel. Zur Halbzeit hatte der Paralympic Sieger 17 Punkten, und Lahn Dill führte mit 33:27.

Mit seiner Halbzeitansprache brachte Coach Michael Engel sein Team wieder auf Kurs, und Alex Halouski traf nahezu aus allen Positionen. Immer fanden sich Halouski und Scott. Zusammen machten beide den Unterschied in einem immer noch engen Spiel. Auf Wetzlarer Seite war es vor allem Matt Scotts Nationalmannschaftskollege Brian Bell, der den Meister in dieser Phase im Spiel hielt. Mit einer schmalen 46:43 Führung gingen die Thüringer ins letzte Viertel, und 800 begeisterte Zuschauer waren in bester Stimmung. Die Bulls kamen im letzten Viertel richtig ins Laufen und spielten Teambasketball der Extraklasse. Jetzt brachten sich die Bullen vor allem über ihre zwei Center Alex Halouski und Vahid Azad auf die Siegerstraße. Die endgültige Entscheidung erzwang in der 37. Minute der andere Paralympic Sieger Jake Williams mit zwei eiskalt verwandelten Dreipunktewürfen jenseits der 6,75 m, nachdem er im Spielverlauf bis dahin bei 1 von 9 eine unbefriedigende Trefferquote erzielte. Matt Scott 31 und Alex Halouski 30 Punkte waren der wesentliche Unterschied in einem Klassespiel, in dem die Bulls die Latte für den direkten Vergleich tüchtig hoch gelegt haben.