Mit Willensstärke zum Erfolg!

29.10.2017 - News RBBL

Dolphins auf dem Boden der Tatsachen zurück!

Obwohl Trainer Dirk Passiwan sein Team gut auf die Stärken der Sachsen einstellte, wollte es an diesem Spieltag nicht gelingen, die Topleistung der Vorwoche zu wiederholen. Zwickau ohne Skucas auf dem Spielberichtsbogen, dafür aber mit Pohlmann in der starting five kam nicht richtig ins Spiel. Da auch Trier nicht überzeugen konnte, sahen die Zuschauer ein zerfahrenes Spiel, das mit 40:38 als Halbzeitstand notiert werden sollte. Die Kabinenansprachen erzielten nur beim BSC nachhaltige Wirkung. Gabranovs (23), Gans (27) und Pohlmann (19) trafen nun vermehrt für ihre Farben und sorgten vor dem letzten Abschnitt für eine sieben Punkte Führung. Dadzite und Passiwan mittlerweile mit jeweils vier persönlichen Fouls belastet, mussten in der Defense einen Gang zurückschalten und konnten die angesagte Pressverteidigung nicht mit dem nötigen Druck spielen. Die Muldestädter erspielten sich nun leichte Punkte und konnten trotz 37 Punkten von Dirk Passiwan den berühmten Sack zumachen.

Im Aufsteigerduell zwischen den Rahdener Baskets und Hannover United sah es lange Zeit so aus, als würde die Brüllarena heute uneinnehmbar sein. Immer leicht voraus durch einen gut aufgelegten Maximilliano Ruggerie, der alleine 18 Punkte (3 Dreier) zur 40:34 Halbzeitführung der Baskets erzielte, lief alles für die Ostwestfalen. In der 27. Spielminute zeigte die Anzeige ein 49:41 gegen Hannover. Irgendwie riss dann wieder der berühmte Faden und Gößling sowie Bestwick brachten die Leinestädter mit 49:52 in Front. Der Gastgeber vergab in dieser Phase zu viele einfache Würfe durch Gomez und kam dadurch auch viel zu langsam in die Defense zurück. Spätestens nach dem fünften Foul von Mimoun Quali beim 55:62 in der 37. Minute sollte der Drops gelutscht sein. United belohnte sich für die konzentrierte Leistung letztendlich mit dem 63:68 Erfolg und einem positiven Punktekonto.

Nur im ersten Viertel hatten die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gegen die Iguanas aus München zu wenig Luft in den Reifen ihrer Stühle. War es nur Behäbigkeit, Übermotivation oder Unterschätzung des Gegners, die zum 7:14 Rückstand in der neunten Minute und zur Auszeit durch Trainer Hopp führten? München wirkte trotz der langen Anreise wesentlich frischer als der Gastgeber und erspielte sich verdient einige Vorteile. Die Auszeit zeigte Wirkung bei den Dickhäutern und es wurde endlich Rollstuhlbasketball gespielt. Verbesserte Defense und schnelles Umschalten in den Angriff brachte ein 28:10 in Viertel zwei und die 38:24 Halbzeitführung. Die Iguanas wurden immer wieder von Coach Benny Ryklin motiviert, aber die junge Mannschaft kann leider noch nicht alles über 40 Minuten umsetzen. Auch machte sich das Fehlen vom Kim Robins und Johanna Welin in der kleinen Rotation bemerkbar. Korb für Korb zogen die Rhinos davon und gewannen etwas zu deutlich mit 70:46.

Immer kontrollierend waren die BG Baskets aus Hamburg im Gastspiel bei den 99ers aus Köln. Verliefen die ersten sechs Minuten noch ausgeglichen mit 9:10, so schob sich der Gast völlig unauffällig davon. Über 14:19 und 24:36 wuchs der Vorsprung kontinuierlich an. Auch nach der Halbzeit unverändertes Spiel. Allein Hujic, mit 11 Punkten im letzten Viertel, leistete noch etwas Gegenwehr. Das restliche Kölner Team ist einfach zu unbeständig, um die 51:67 Niederlage zu verhindern.

In Liga zwei unterlag die Kölner Zweitvertretung ebenso der Zweitvertretung der Hanseaten. Mit 32:62 gingen die Punkte an den Michel. Hier waren Thalheim mit 22 und Neuroth mit 19 Punkten die erfolgreichsten Elbfischer. Der ASV Bonn ließ gegen den BBC Warendorf von Anfang an nichts anbrennen. Mit dem 20:8 nach Viertel eins blieb der Druck hoch und erzeugte eine 26 Punkte Führung (43:17) zur Halbzeit. Mit dem Endergebnis von 78:46 waren die Gäste noch gut bedient. Das Spiel der Hot Rolling Bears aus Essen gegen den RSC Osnabrück wurde kurzfristig abgesagt.

An der Spitze der Südliga bleiben die Roller Bulls Ostbelgien nach dem deutlichen 34:84 über die Lux Rollers. Comar Nazif erzielte mit 35 Punkten einen mehr, als die gesamte Mannschaft der Luxemburger. Auch die SGK Rolling Chocolate bleibt den Ostbelgiern auf den Fersen. Nach hartem Kampf gegen die Baskets Salzburg behielten sie mit 79:72 die Oberhand, obwohl zur Halbzeit noch ein 31:38 Rückstand die Hoffnungen auf einen Sieg schmälerten. Ob die 36 Punkte von Ralf Schwarz die SGK hier alleine auf die Siegerstraße brachte, ist nicht zu glauben. Ludwig Malter hielt die Österreicher mit 31 Punkten mehr als im Spiel. Mit dem 55:44 brachten sich die Lahn-Dill Skywheelers in die obere Tabellenhälfte. Für die Ulmer ist Frankfurt mittlerweile eine ungeliebte Spielstätte, da erneut ohne Pluspunkte der Heimweg angetreten werden musste. Hier muss der Blick aber nach vorne gehen, bis der Knoten platzt.

Bereits am kommenden Dienstag ist der RSV Lahn-Dill um 16:00 Uhr im vorgezogenen Spiel vom Spieltag 11 bei den RBB München Iguanas zu Gast.