Ostbelgien im Ausnahmezustand!!

19.11.2017 - News RBBL

Heidelberg erlebt sein „Waterloo“!

Es war alles angerichtet für die Top-Begegnung in der zweiten Bundesliga-Süd und das Viergangmenü sollte allen schmecken. Das Sport- und Freizeitzentrum in St. Vith war gut besucht und die Roller Bulls gute Gastgeber. Auch wenn die Rolling Chocolate ihre eigenen Köche mitbrachten, lief schon beim Amüsgöl allen das Wasser im Munde zusammen. Schnell gingen die Bulls mit 7:0 in Front. Auf Heidelbergs Seiten legten die Servicekräfte nach und hatten nach zehn Minuten beim 16:19 schon drei Zähler mehr auf dem Teller. Mit der Vorspeise waren die Ostbelgier immer etwas schneller am Tisch und konnten Punkt für Punkt nachlegen. Zwar waren die Unistädter hellwach, konnten aber den 32:30 Rückstand zur Pause nicht verhindern. Auch beim Hauptgang wurde ordentlich aufgefahren und die Gedecke gleichmäßig verteilt. Mit einem kleinen Nachschlag wurde der dritte Gang beim 51:48 für die Hausherren beendet. Mit dem Dessert ist dann bei der SGK Heidelberg einiges dahingeschmolzen. Den Backofen ordentlich vorgeheizt auf Bullenseite, verflüssigte sich der Nachtisch bei den Gästen mit zunehmender Spieldauer. Beim 61:53 und noch vier Minuten Restzeit wusste keiner, dass die ersten drei Gänge den Rolling Chocolate schwer im Magen lagen und die Wurfarme blockierten. Nur die St. Vither hatten noch Hunger und verleibten sich weiter fünfzehn Punkte, zum 76:53 ein. So waren die Pralinen an diesem Tage schmackhafter und wurden mit der alleinigen Tabellenführung belohnt.

Zwei schwache Viertel der Sabres Ulm reichten den Baskets Salzburg um zwei wichtige Punkte mit nach Österreich zu nehmen. Verliefen der erste und dritte Spielabschnitt ausgeglichen, kamen die Spatzen in Abschnitt zwei und vier auf nur jeweils sechs Korbpunkte. Auch die insgesamt 23 Punkte von Bloching konnten die Mozartstädter nicht gefährden, da das eigene Team nur 14 Punkte beisteuern konnte. Petr Tucek war auf Seiten der Alpenländer mit 18 Punkten erfolgreichster Werfer beim 37:59 Auswärtssieg. Tim Diedrich mit 20 und Marian Kind mit 17 Körben waren nicht nur die treffsichersten beim Spiel in Luxemburg, sondern hatten somit auch sieben Punkte mehr als das gesamte Team der Lux Rollers. So war der 30:65 der Lahn-Dill Skywheeler auch in der Höhe verdient. Für die Luxem-burger hängen die Trauben in Liga zwei noch zu hoch.

Von „Coast to Coast“ warf Oliver Hoffmann das Spielgerät und traf von der eigenen Freiwurflinie in des Gegners Netz. Da mit dem Treffer auch Halbzeitpause im Rheinischen Duell der Köln 99ers 2 und dem ASV Bonn war, durfte beim 18:44 schon ausgiebig gejubelt werden. Köln über die gesamte Spielzeit weit unter ihren Möglichkeiten war kein Prüfstein für die forsch aufspielenden Bonner. Mit dem 39:83 festigen die Bundesstädter ihren ersten Tabellenplatz, den Hoffmann mit 34 Punkten fast im Alleingang zementierte. Über 45 Minuten ging das Match der Warendorfer gegen die BG Baskets Hamburg 2, bevor die zwei Punkte in der Gestütstadt verbleiben konnten. Mit dem 60:55 rutscht der BBC auf Platz vier vor, während es für die Hanseaten eine Etage nach unten ging. Da bleiben auch die Bären aus Essen nach der 60:51 Pleite in Hannover. Zu ausgeglichen war der United Nachwuchs und lies sich auch durch 28 Punkte von Hannfrieder Briel nicht aus dem Konzept bringen, was für die Leinestädter nun einen Platz unter den Top-Dreien bedeutet.

Die Zoologen bestimmten an diesem Spieltag das Geschehen in Liga eins. So waren die Delphine aus Trier auch von den Sushi-Liebhabern aus Köln nicht zu dressieren. Auch ohne Diana Dadzite gab es eine schnelle 2:10 Führung nach zwei gespielten Minuten. Über 4:20 (6. Min) ging es für die Dolphins in diesem Rhythmus weiter und brachte ein 20:38 beim Halbzeitsignal. Wer jetzt ein Aufbäumen bei den Domstädtern erwartete, wurde enttäuscht. Zu langsam und unentschlossen unter dem Trierer Korb und immer wieder mit Lücken in der eigenen Defense plätscherte das Spiel so vor sich hin. Das das 44:79 so hoch ausfiel, müssen sich die 99ers selber zuschreiben. So wird die Liga kaum zu halten sein, zumal die Iguanas aus München beim Gastspiel in Rahden erfolgreich waren.

Daran werden die Ostwestfalen auch noch zu knabbern haben. Gut ins Spiel finden und die Leguane gleich mächtig unter Druck setzen war für die ersten zehn Minuten die Devise und es sollte aufgehen. Mit dem17:8 waren alle zufrieden, aber es waren ja noch 30 Minuten zu spielen. Nun fanden die Weitgereisten in ihr Spiel zurück und verkürzten Minute um Minute. Ob die Auszeit bei Rahden in dieser Phase zu spät kam? Mit einem 30:32 ging es zum Pausengetränk. In Viertel drei lief es wieder für die Baskets und brachte einen 3-Punktevorsprung. Nach den ersten drei Minuten im letzten Quarter führten die Rahdener mit 60:50 und stellten die Weichen auf Sieg. Mit dem 64:56 und verbleibenden fünf Minuten war noch alles im Plan. Wie schrieb ich noch am Freitag? Nur wer den längeren Atem hat, wird erfolgreich sein! Warum den 96ern gerade jetzt die Puste ausging, wird auch Coach Jaglowski sich fragen. Es fielen noch genau 15 Punkte in dieser Begegnung und alle für die München Iguanas zum 64:71.

Die Rhinos aus Wiesbaden werden beim nächsten Training eine Stunde Regelkunde einlegen. Basketball wird in vier Vierteln mit jeweils zehn Minuten gespielt und nicht in Deo-time 4x8. Soweit Lektion eins, die beim Spiel gegen die Rollers aus Zwickau noch nicht in den Köpfen der Rhinozerosse war. Wie lässt es sich sonst erklären, dass die Wiesbadener nach 32 Spielminuten beim 63:53 das Spielen einstellten. Doch zunächst zum Anfang und einer schönen Basketball-Partie, auf dem beide auf Augenhöhe spielten. Nach 16 Minuten setzten sich die Kurstädter leicht ab um einen 6-Punkte Vorsprung mit in die Kabinen zu nehmen. Dieser konnte bis zum Ende von Viertel drei auf 12 Punkte ausgebaut werden. Ob der Konzentrationsverlust im letzten Viertel der Sechser-Rotation geschuldet war, wird Coach Hopp selbst beantworten. Jedenfalls glich Zwickau in der 36. Minute zum 65:65 aus und hatte Oberwassser. Doch die Rhinos tauchten auf und zogen den Muldestädtern gleich den Stöpsel, um ihrerseits wieder einen 12:0 Lauf zu starten. Basketball Kuriosum beim 77:65 Heimerfolg der Rhinos. Trotz 31 Punkten und 12 Rebounds sollte es nicht so „Gans“ für die Gäste reichen.

Im Eiltempo, wie ebenfalls am Freitag angekündigt, spulten die Thuringia Bulls ihren Gameplan herunter. 25:8, 26:8, 20:14 und somit 71:30 nach drei Vierteln sollten reichen um die BG Baskets Hamburg nicht ganz zu zerlegen. So konnten die Baskets das Schlussviertel mit dem 14:12 ausgeglichen halten. An der deutlichen 85:42 Niederlage war aber nicht zu rütteln. Nur in den ersten zwanzig Minuten noch etwas behäbig zeigte sich der RSV Lahn-Dill bei den Hannover United in Spiellaune, die sich von Woche zu Woche verbessert. War es mit dem 23:35 beim Seitenwechsel für die Leinestädter noch im Rahmen, so konnten sie dann nicht mehr dagegenhalten und den RSV-Express stoppen. Kozai mit 23 Punkten ist nun auch langsam bei den Hessen und im System angekommen. Mit dem 45:83 klettern die Lahn-Diller auf Platz drei und in bekanntere Gefilde vor.

Am Donnerstag kommt es in Hamburg zur vorgezogenen Begegnung des achten Spieltages BG Baskets Hamburg gegen Hannover United.