Packender 13. Spieltag begeistert die Fans

22.01.2018 - News RBBL

Die Thuringia Bulls sind auch weiterhin das Maß der Dinge in der RBBL: Sonntagnachmittag gab es einen 82:40 Auswärtssieg bei Aufsteiger Baskets 96 Rahden. Topscorer auf Seiten des Liga-Primus waren Aliaksandr Halouski und Vahid Gholamazad mit jeweils 22 Punkten. Mit dem 13. Sieg im 13. Spiel bleibt das Team natürlich Tabellenführer.

Packender ging es bei den vier Samstagspartien der RBBL zur Sache: Gleich drei Spiele wurden mit nur einem Punkt Unterschied gewonnen, zudem lieferten sich die Kölner und Hannoveraner im Abstiegskampf einen packenden Fight.

Hinter den Thuringia Bulls ist der amtierende Meister RSV Lahn-Dill durch einen 70:69 Auswärtssieg in Trier weiterhin auf Platz 2. In der Voreifel lag die Mannschaft von Trainer Ralf Neumann dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene bereits mit 57:65 zurück und bewies anschließend eine unglaubliche Moral. Knapp 30 Sekunden vor Spielende ging Lahn-Dill tatsächlich mit 68:67 in Führung bevor der Trierer US-Amerikaner Correy Rossi die Dolphins 13 Sekunden vor Schluss wieder zum vermeintlichen Sieger machte. Drei Sekunden vor Schluss netzte der Japaner Kozai auf Seiten des Meisters aus der Mitteldistanz eiskalt ein und brach damit die 11 Monate andauernde Heimsieg-Serie der Gastgeber.

Ähnlich packend war die Partie der gastgebenden Wiesbadener gegen die Hamburger: Die Heim-Mannschaft lag zwischenzeitlich schon mit 17 Punkten zurück, kämpfte sich aber nicht nur wieder an die Hamburger ran, sondern zog sogar mit 6 Punkten davon (59:53, 2 Minuten vor Spielende). Mit überhasteten Abschlüssen brachte sich das Team jedoch selbst in Bedrängnis, sodass Hamburg seinerseits einen 6:0 Lauf starten konnte und bei noch 45 zu spielenden Sekunden mit dem Stand von 62:63 aus Sicht der Hanseaten wieder Chancen auf einen Auswärtssieg hatte. Von nun an war jedoch Sand im Getriebe der Hamburger, die den Ball nochmal sauber durch die eigenen Reihen laufen ließen aber den entscheidenden Wurf von der Freiwurflinie durch Mareike Miller nicht verwandeln konnte. Wiesbaden lässt die Uhr runterlaufen und am Ende gab es nur noch Jubeln von den Rängen.

Das wohl spannendste Spiel des Samstags fand jedoch im Osten zwischen Zwickau und München statt. Der Aufsteiger dürfte wohl weiterhin als eine der positiven Überraschungen der Saison gelten und kämpfte sich bei den Rollers zunächst beim Stand von 65:65 in die Verlängerung. Zuvor hatte Jan Gans für die Gastgeber beim Spielstand von 64:65 und noch 2,9 Sekunden auf der Uhr die Chance auf die entscheidenden zwei Punkte, konnte den Wurf aber nicht optimal verwerten und wurde durch ein Foul gestoppt. Den ersten der anstehenden zwei Freiwürfe versenkte der Routinier noch souverän, der zweite jedoch naschte nur am Ring. Overtime! In dieser konnte sich München zunächst wieder auf 75:70 absetzen, ehe Zwickau wieder 13 Sekunden vor Schluss auf 76:77 verkürzen konnte und mit dem letzten Angriff die Chance auf den Sieg hatte. München jedoch konnte den Angriff der Zwickauer durch Abfangen des Passes aus dem Aufbau heraus unterbinden und sichert sich bereits den sechsten Saisonsieg.

Spannend ging es auch im Abstiegskampf zwischen den Köln 99ers und Hannover zu. Nachdem die Kölner das Hannoveraner Spiel über den Ex-Kölner Joe Bestwick in Halbzeit 1 nahezu komplett verhindern konnten und mit einer klaren 33:19 Führung in die Pause gingen, schmolz der Vorsprung in Halbzeit 2 immer weiter. Am Ende ihrer Aufholjagd kam Hannover bis auf zwei Punkte an die Domstädter heran (47:45), diese ließen sich den Sieg jedoch nicht mehr nehmen und erspielten sich mit 54:45 den ersten Heimsieg und den zweiten Saisonsieg. Köln steht jetzt punktgleich mit Aufsteiger Rahden in der Tabelle und begrüßt eben jene Rahdener am 3. Februar zum nächsten Heimspiel. Zuvor jedoch trifft Rahden nächste Woche auswärts auf Hannover – viel spannender könnte der Abstiegskampf nicht sein.

RBBL 13. Spieltag:

RRR Wiesbaden               vs. BG Baskets Hamburg 63:62 (33:41)
BSC Rollers Zwickau vs. RBB München Iguanas 76:77 n.V. 65:65 (28:34)
Doneck Dolphins Trier vs. RSV Lahn-Dill 69:70 (30:31)
RBC Köln 99ers vs. Hannover United 54:45 (33:19)
Baskets 96 Rahden vs. RSB Thuringia Bulls 40:82 (24:38)

Foto: Armin Diekmann