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03.11.2017 - News RBBL

Leinen los. Alle Spieler wieder an Bord?

Nachdem die Asienmeisterschaften am letzten Wochenende zu Ende gingen und weitere Teilnehmer für „unsere“ Heim-WM 2018 feststehen, können alle Teams aus Liga eins auf ihre kompletten Kader zurückgreifen. Für die München Iguanas geht es in der Hinrunde gegen die Köln 99ers und somit um Spiel eins im Kampf um den Ligaverbleib. Sollten die Isarstädter allerdings noch in Dienstags-erinnerungen auf das Feld rollen, kann es ihnen sehr schnell japanisch vorkommen. Für den Tabellenletzten vom Rhein ist es schon ein vier Punktespiel, in dem Coach Foden erstmalig der gesamte Kader zur Verfügung steht. Zwar noch nicht eingespielt, aber motiviert genug, wollen die 99ers München am Samstagabend als „Meisterbesiegerbesieger“ wieder verlassen. Ob den Zuschauern hier erneut ein spielerisches highlight geboten wird, bleibt abzuwarten.

Eine erneute Niederlage für den RSV Lahn-Dill käme einer mittleren Katastrophe gleich. Im Heimspiel gegen die „on Top“ spielenden BSC Rollers Zwickau kann das aber passieren. Auch wenn Hiroaki Kozai für die Wetzlarer in dieser Saison zum ersten Mal im Einsatz sein wird, dürfen hier aber keine Wunderdinge von ihm erwartet werden. Die wird Marco Förster von seinem Team auch nicht einfordern, denn der aktuelle Tabellenstand ist durch harte Trainingsarbeit und Umsetzung der Matchpläne erspielt worden. Interessant wird auch das Verhalten der Zuschauer in der August-Bebel-Halle sein, wenn es erneut nicht so, wie in den letzten Jahren gewohnt, für den RSV laufen sollte. Egal wen Ralf Neumann in die erste Fünf nominiert, egal wer wann in welchen Rotationen in unterschiedlichsten lineups eingesetzt wird, wenn die spielerische Leichtigkeit nicht zurückkommt wird es auch morgen nicht einfach. Zwickau wieder mit „Papa“ Skucas (Glückwunsch an die ganze Familie Skucas) und einem wieder erstarkten Pohlmann werden keinen Respekt zeigen und die Punkte mit an die Mulde nehmen wollen.

Als Gastgeber einer scheinbaren Unterwasserwelt präsentieren sich die Doneck Dolphins Trier gegen die Wiesbaden Rhine River Rhinos. Auch wenn mit diesem Spiel erst das erste Saisondrittel erreicht ist, wird es für den Kampf um die Playoffs schon eine gewisse Vorentscheidung sein. So müssen die Moselstädter noch die Niederlage in Zwickau vergessen machen und die Rhein-Hessen mehr als ernst nehmen. Viel Kopfarbeit für Spielertrainer Passiwan, der auf einen unveränderten und einsatzbereiten Kader vertrauen kann. Das kann auch Trainer Marco Hopp von den Rhinos, der hier allerdings mit einer größeren Rotation spielen und somit einer höheren Dynamik zu Werke gehen kann. Sollte Andre Hopp hier mal seine Foulanfälligkeit besser in den Griff bekommen und über 40 Minuten einsetzbar sein, werden die Dolphins kaum Zeit zum durchatmen bekommen. Ressourcen, Kontrolle und Genauigkeit bei hohem Spieltempo werden das Match bestimmen und mit dem Schlusssignal einen glücklichen Sieger sehen.

Nach der selbstverursachten Pause am letzten Spieltag ist der Tabellenführer aus Thüringen bei Hannover United zu Gast. Die Leinestädter, bisher weit über dem Soll, tun gut daran das Spiel nicht schon vorher abzuschenken. Die Thuringia Bulls ihrerseits werden die Begegnung nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn der zurückliegende Reformationstag war Beispielhaft für die Unbekümmertheit der besten Liga der Welt. Selbst beim Topteam und Tabellenführer kann die kleinste Schwächephase ein Spiel zum Kippen bringen. Dessen ist sich Trainer Michael Engel genauso bewusst wie sein gegenüber Martin Kluck. So können die Niedersachen auch schon mal wie eine Biene den Stachel ausfahren ( Bee wie Bestwick, Edwards, Erskine). Die Routine, wie auch die größere Wettkampfhärte, spricht eindeutig für die Bullen, aber dem Ehrgeiz von Gößling, Sadler und Co sollte auch der Unitedcoach keine Knüppel in die Speichen stecken. Jugend forscht ist hier der Schlüssel zum Erfolg in einer rappelvollen United-Arena.

Immer wieder sonntags, da spielt der HSV …..! So oder ähnlich klang es vor vielen Jahren bei Cindy und Bert. Für die BG Baskets Hamburg kommt es in der Edel-Optics Arena aber nicht zu einem Schlagerwettbewerb der 70er-Jahre, sondern es geht mit Pauken und Trompeten um zwei weitere wichtige Punkte auf dem Weg in eine gute Ausgangsposition für die Playoffs. Nicht nur, dass mit den Baskets 96 Rahden ein nicht einfacher Gegner zu Gast ist, kommt mit Trainer Joseph Jaglowski der Ex-Co-Trainer der Damennationalmannschaft nicht nach Hamburg um seinen Ex-Trainer der Damennationalmannschaft und dem Trainer der BG Baskets Holger Glinicki Präsente zu überreichen. Die Elbestädter müssen in der Hinrunde auf Karlis Podnieks verzichten, der verletzungsbedingt passen muss. Ob sich dies für die Rahdener als Vorteil auswirkt, werden die Aufstellungen der Hanseaten zeigen. Zeigen wird sich auch, ob Jaglowski aus der Trickkiste von Glinicki gelernt hat und nun Überraschungen aus der Trainertasche zaubern wird. Um nicht weiter am unteren Tabellenende zu bleiben, müssen die 96er auch mal gegen einen Playoff-Kandidaten punkten.

In der zweiten Liga kommt es nur zu einer Begegnung an diesem Spieltag. So ist der RSC Osnabrück am Samstag Gast der Zweitvertretung der Hamburger. Da es erst ein Spiel der BG gab und der RSC auch erst zwei Spiele austrug, fällt eine Einschätzung schwer. Der Gewinner bleibt Verfolger des ASV Bonn.