Tabellenstände erlauben Zahlenspiele!!

24.11.2017 - News RBBL

Ach wie so trügerisch können nackte Zahlen sein.

Der Spieltag Nummer acht in unserer Topliga und die Spieltage Nummer sechs in den zweiten Ligen verführen direkt sich mit Zahlenspielen zu befassen. Da ich ja absolut neutral bin, erlaube ich mir mal ein paar hypothetische Zahlenspielereien. Das wird keine Doktorarbeit in Mathematik, sondern mehr ein was wäre wenn, oder aber es kann, muss aber nicht. Da die Vereine nach ihren eigenem Aussagen ja nur nur von Spiel zu Spiel denken (wer es glaubt wird selig), sind die Rechenspielchen doch mal eine Abwechselung der anderen Art.

Da es gestern im vorgezogenem Spiel der BG Baskets Hamburg gegen Hannover United schon ein mehr als deutliches 83:52 gab, sind in der oberen Tabellenhälfte mehrere Varianten möglich. Los geht es beim Tabellenzweiten, den Doneck Dolphins Trier. Mit einem Erfolg über den Tabellen-vorletzten, den Baskets 96 Rahden, bleiben die Delphine Verfolger Nummer eins der Thuringa Bulls. Vom Papier her spielt zwei gegen neun und das Ergebnis ist ja nur in der Höhe verhandelbar. Wer aber Spielertrainer Dirk Passiwan kennt, weiß das er seine Mannschaft genau davor warnen wird. Sollte sein Team dies nicht verinnerlichen, kann es für die Delphine auch bis auf Platz fünf runter und aus den Playoff-Plätzen raus gehen. Für Rahden ändert sich vom Tabellenplatz her nichts, egal ob zwei Zähler mehr auf das Pluskonto kommen. Das kann aber nicht nur das Ziel von Rahden Coach Josef Jaglowski sein, sondern hier geht es darum, den Anschluss an Hannover und München nicht zu verlieren. Da die Iguanas nächste Woche noch in Hannover spielen, zieht definitiv dann wieder einer davon.

In der Hessenshow müssen die arg gebeutelten Lahn-Diller bei den Wiesbaden Rhinos anrollen. Bisher musste der Serienmeister lernen, dass es bei Minuspunkten auch Zahlen über zwei gibt. Hatten die Mittelhessen mit der vier ja schon Erfahrungen gemacht, so fehlte die sechs völlig im Rechenschieber. Eine acht kam da im letzten Jahrzehnt überhaupt nicht vor, schon gar nicht am achten Spieltag. Diese acht steht bei den Gastgebern bereits zu Buche, wobei hier ja das Rückspiel gegen die Bulls aus Thüringen mit in die Berechnung einfließt. Wenn es für die Rhinzerosse dabei bleibt, kann es bestenfalls bis auf Platz vier hochgehen. Da aber die Coaches Hopp und Neumann mehr die Auswertung der Pokalbegegnung von vor 14 Tagen zu Grunde legen, sollte das kleine Einmaleins beide nicht vor Probleme stellen. Platz zwei bleibt für die Wetzlarer im Fokus.

Auf diese Rechenspiele werden sich weder Tabellenführer RSB Thuringia Bulls noch die über dem erwartetem Soll liegenden RBB München Iguanas einlassen. An der Säbener Strasse werden die Bulls weiter den „Clean Sweep“ nach der Hauptrunde im Taschenrechner haben. Die Minuszeichen sind auf der Tastatur gestrichen. Aus Insiderkreisen habe ich aber gehört, das Trainer Michael Engel im Training Einwurfsituation mit 1,4 Sekunden Restspielzeit verteidigen lässt! Womit er da wohl rechnet? Unverhofft kommt oft, wird die Addition von Iguanas Coach Benny Ryklin ergeben. Die Leguane lassen bisher nur 71 Korbpunkte durch die Gegner zu. Da die Bullen aber regelmäßig 88 Treffer notieren, benötigen die Münchener schon eine gewisse Verteidigungsstrategie. Ob hier ein Ausgleich zur Offensive geschaffen werden kann bleibt abzuwarten. Allerdings werden die bisher erzielten durchschnittlichen 63 Korberfolge wohl an diesem Tag nicht reichen, auch wenn die Thuringia nur 47 Points per game gegen sich verbuchen mussten. Somit verbleiben 17 Pluskörbe geteilt durch Plus 16 Minuskörbe (plus mal plus gleich minus) hoch 500 Lux Hallenbeleuchtung minus vierte Wurzel aus dem Luftdruck aller Sportrollstühle, abzüglich dreier unbekannten. Endergebnis somit 56:73. Wer es nicht glaubt, darf es gerne Nachrechnen.

Für die rote Laterne der Liga, den RBC Köln 99ers, wird sich auch morgen die Platzierung nicht ändern. Den einzigen Vorteil, den die Rheinländer bei ihrem Auftritt in der Muldestadt und gegenüber allen anderen Teams der Liga haben ist, sie müssen nicht rechnen. Do or die, alles andere zählt nicht. Wenn sie dann auch den früheren Slogan ihres Hauptsponsors beherzigen, sollte nichts unmöglich sein. Coach Foden hat da bestimmt ein Aufbäumen seines Teams auf der Haben-Seite eingetragen. Da geht es für die BSC Rollers Zwickau schon in die Bruchrechnung. Nach drei Niederlagen in Folge (mit Pokal) wäre auf dem Weg in Richtung Top Platzierung ein weiterer Spielverlust die Erhöhung des Nenners die Folge. Marco Förster hat sich Bilanzen bei den abschließenden Übungseinheiten vorlegen lassen und zum Monatsabschluss eine dringende Korrektur um mindestens 20 Prozent gefordert. Je nachdem wie die Börsen an den anderen notierten Standorten schließen, sind Kurssprünge von bis zu 60 Prozent möglich.

Da es beim Aktienindex für den ASV Bonn keine Veränderungen geben wird, sind die anderen Branchenkonkurrenten gefordert. Noch ohne Zinsrückfluss müssen die Hot Rolling Bears trotzdem ihre Gläubiger gütlich stimmen. Viele davon wollen sich gegen den BBC Warendorf mit eigenen Augen überzeugen, ob die Investitionen sich auszahlen. Jetzt muss Coach Pungercar den Offenbarungseid abwenden. Mit einem ausgeglichenem Konto spielen die Gäste in Essen auf. Mit einem Erfolg brauchen die zurückgelegten Reserven nicht angegriffen werden. In der Hansestadt empfangen die BG Baskets 2 den Investmentfond von Hannover United 2. Hier sind die Elbestädter gefordert um ihr Festgeldkonto in Liga zwei nicht angreifen zu müssen. So sind die Punkte auch unbedingt erforderlich, um ein abrutschen in schlechtere Anlageformen zu vermeiden. Sollte United die Punkte mit an die Leine nehmen, so kann über eine langfristige Anlage über die Saison 17/18 laut nachgedacht werden. Für das Gesamtprojekt in Hannover ist dann auch die Unterstützung der Hauptanlageform gesichert, was mit Zementierung des dritten Platzes auch sichtbar wird. Beim RSC Osnabrück wird sich an der derzeitigen Situation nichts ändern, selbst wenn die Köln 99ers 2 unbedingt die Kasse klingeln lassen müssen. Da die Rheinländer schon mit acht Miesen bedacht sind, werden zwei weitere, bei gleichzeitigem Erfolg der Essener, Köln zum Rotlichtmilieu werden lassen. Der RSC möchte weiter Schuldenfrei bleiben und mit weißer Weste in zwei Wochen zum Topspiel in Bonn anreisen.

Da in der zweiten Liga Süd mangels Masse an Mannschaften eine Dreierrunde gespielt wird, haben die Roller Bulls Ostbelgien gleich ein Sparticket mit Hotelunterkunft in Salzburg gebucht. So sind die Mozartstädter am Samstag und auch am Sonntag Gastgeber für den Spitzenreiter. Das 77:57 vom ersten Aufeinandertreffen wollen die Baskets nicht auf sich sitzen lassen. 750 Kilometer Anreise werden die Ostbelgier nicht gerade mal so aus den Knochen schütteln, wenn es um die Punkte am Abend geht. Der Platz an der Sonne bleibt den Bullen auch bei einer Niederlage, jedoch vier Miese sollten bei der Rückreise den Weg über die Ostalpen nicht erschweren. Im Gegenzug sind zwei Erfolge bei den Salzburger Festspielen für die Landeshauptstädter nicht unmöglich. Ein Platz im Mittelfeld muss hier auch die Zielvorgabe sein. Im Verfolgerduell erwarten die Lahn-Dill Skywheelers die Rolling Chocolate aus Heidelberg. Ein ähnliches Ergebnis, wie der 72:48 Erfolg im Spiel eins, wird Chocolate Trainerin Christa Weber nicht erwarten. Auch wird die Pokalniederlage gegen die Spielgemeinschaft aus Wetzlar und Frankfurt noch schmerzen. Auf dem Weg in Richtung Oberhaus darf nicht verloren werden und somit ist der Druck schon recht hoch auf Seiten der Heidelberger. Ebenso ist bei einer Niederlage der Skywheelers der Zug in Liga eins fast abgefahren. Wer wo steht, wissen wir erst am Sonntag um 12:00 Uhr, wenn die Ergebnisse aus Österreich feststehen. So können die Plätze eins bis drei mit jeweils vier Minuspunkten vergeben sein, was die Spannung in der Liga erneuert. Liebe Lux Rollers!! Was soll ich über Euch schreiben? Mit mittleren 36 Körben ist es eigentlich nicht möglich, ein Spiel in der Liga zu gewinnen. So um die 50 Punkte sollten es schon sein, aber dann dürft ihr auch nicht 77 zulassen. In Ulm waren es 80 und die Sabres haben auch nur das Spiel gegen euch gewonnen. Heimspiel gegen die Spatzen sollte doch Motivation genug sein, um mal zu explodieren. Abstieg ist nicht möglich und von daher mal Selbstbewusstsein an den Tag legen, verteidigen was das Zeug hält und vorne Einnetzen ohne Ende. Sorry Ulm, aber musste sein. Läuft für Euch nicht optimal bisher, denn ihr könnt mehr, als es der Tabellenplatz aussagt. Waren knappe Dinger dabei, die in den Rückspielen auszugleichen sind. Bei einem Sieg im Großherzogtum und Niederlagen der Salzburger geht es einen Platz hoch in der Tabelle.

Am Sonntag gibt es keinen Nachbericht zu den Spielen.