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Rhinos treffen auf eingespielte Delfine

Der Vorhang der Rhinos-Heimspielbühne lüftet sich am Samstagabend, nach dem Match am ersten Spieltag gegen die RSB Thuringia Bulls, zum zweiten Mal. Hauptdarsteller im Rhinos-Dome, neben den Hausherren aus Wiesbaden, die DONECK Dolphins Trier. Ein eingespieltes Team, das nicht nur in der letzten, sondern auch in der bereits laufenden Saison für Furore sorgen wird.

Hauptverantwortlicher für den Erfolg der Moselstädter ist ein Mann: Dirk Passiwan. Der Spielertrainer, Antreiber und Tausendsassa ist das „Schweizer Taschenmesser“ der Delfine, das an allen Stellen zu finden ist und nahezu überall zum Einsatz kommt. Im ersten Spiel der Saison versenkte der 4,5-Punkte-Mann schlanke 39 Punkte in der Reuse der Roller Bulls aus St. Vith. Am Ende gewann seine Equipe mit 80:53 beim belgischen Aufsteiger. Eine bekannte und starke Duftmarke, die auch in Wiesbaden – trotz der 50:76-Heimniederlage der Trierer am vergangenen Wochenende gegen den RSV Lahn-Dill – zu einem verzückten Naserümpfen führt: „Über Dirk Passiwan müssen wir nicht wirklich reden, ohne dies despektierlich zu meinen. Er ist eine Klasse für sich. Großen Respekt hege ich vor dem Kollektiv aus Trier. Nahezu unverändert in die Spielzeit 2018/2019 gestartet, gehören sie für mich zu den Top-Teams der Liga, das allen anderen RBBL-Mannschaften locker die Stirn bieten kann“, lässt es sich Manager Mirko Korder vor der Partie gegen die Truppe aus der ältesten Stadt Deutschlands entlocken.

Lag der Fokus in früherer Zeit meist einzig und alleine auf der Trierer Legende Passiwan, hat sich das Blatt in den zurückliegenden Monaten gewendet; denn die beiden U.S.-Amerikaner Corey Rossi (2,0) und Ryan Wright (2,0), die Lettin Diana Dadzite (4,5), der Brite Jack Davey (3,5), Lowpointer Matthias Heimbach (1,0) oder auch die niederländische Weltmeisterin Mariska Beijer (4,0) sorgen dafür, dass der Trierer Spielertrainer nicht nur entlastet wird, sondern genannte Mitspieler und Mitspielerinnen auch in die Presche springen, um sich bietende Wurfchancen hochprozentig zu verwerten. Die größte Stärke auf Seiten des Gegners liegt in dessen Eingespieltheit. Lediglich einen Neuzugang, Center Chris Peters von den Lux Rollers aus Luxemburg, musste der Play-off-Teilnehmer der letzten Saison ins Spielsystem integrieren. Gelebte Konstanz, die den Kurstädtern am dritten Spieltag alles abverlangen wird und vom Wiesbadener Trainer, Sven Eckhardt, bestätigt wird: „Mit Trier gastiert erneut ein starkes Team bei uns, das sich für die Saison viel vorgenommen hat. Die Mannschaft ist, von den Line-ups her, mit den gleichen Spielern wie in der letzten Spielzeit aufgestellt, wobei Dirk Passiwan als Liga-Topscorer der vergangenen Jahre definitiv heraussticht. Aber auch Mariska Beijer und Diana Dadzite müssen wir auf dem Zettel haben und versuchen aus dem Spiel zu nehmen.“

Das Spiel gegen die Dolphins findet am Samstag, den 13. Oktober, um 17.00 Uhr, in der Sporthalle Klarenthal (Geschwister-Scholl-Straße 10, 65197 Wiesbaden) statt.

Die Partie wird ab 17.00 Uhr via www.livestream.watch übertragen und im Internet zu sehen sein.

Text: Martin Schenk

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