Roller Bulls Ostbelgien stehen bereits früh in der Saison unter Zugzwang

Den Saisonauftakt haben sich die Roller Bulls Ostbelgien nach der Aufstiegseuphorie sicherlich anders vorgestellt. Nach zwei herben Niederlagen gegen Trier und München sind die Bulls auf dem Boden der Tatsachen zurückgebracht worden. Jetzt heißt es eine konstruktive Fehleranalyse zu betreiben um schleunigst „Zählbares“ einzufahren. Am Samstag bereits sind die Mannen von Headcoach Stefan Veithen unter Zugzwang, wenn mit den Rollers aus Zwickau erneut ein „Team auf Augenhöhe“ auf dem Parkett steht.

„Wir sind einfach noch nicht in der 1. Bundesliga angekommen“, resümierte Teammanager Edgard Boemer nach der erneuten Niederlage gegen die Iguanas aus München.

Noch viele Mankos

Hierbei stellte der Verantwortliche vor allem fehlendes Tempo und mangelhafte Chancenverwertung als Hauptgründe der Niederlage fest. Ähnlich analysierte auch Stefan Veithen: „Wir haben nur selten einen optimalen Spielaufbau kreieren können und legten deutliche Schwächen sowohl in der Defense als auch in der Offensive offen. Gegen ausgebuffte Spitzenklubs des deutschen Rollstuhlbasketball-Oberhauses werden solche Fehler und taktischen Unzulänglichkeiten jäh bestraft.“

Reset und von Null starten!

Nach dem Motto „es kann nur besser werden“, setzen die Roller Bulls Ostbelgien am Samstagabend vor heimischer Kulisse auf „Reset“. „Während der Trainingswoche werden wir versuchen an einigen Stellschrauben zu drehen, damit unser Spiel dynamischer und vor allem aggressiver wird. Diese eigentliche Bulls-Stärke war bislang kaum festzustellen. Wir starten bei Null und möchten uns für die beiden verpatzten Auftaktspiele beim Publikum rehabilitieren. Natürlich wird das nicht einfach, aber Zwickau gehört eigentlich zu den Mannschaften gegen die wir uns Chancen ausrechnen können. Gegen die absoluten Spitzenteams der Serie werden die Trauben des Erfolgs für uns unerreichbar hoch hängen. Gepunktet werden muss gegen die anderen Teams – und das wird schon schwer genug werden!“, erklärte Stefan Veithen.

Vermeidbare Niederlage Zwickaus gegen Hamburg

Die Westsachsen aus Zwickau sind eigentlich exzellent in die neue Saison gestartet. Nach dem souveränen Auswärtserfolg gegen die Köln99ers unterlag die Truppe von Marco Förster dem Mitfavoriten Baskets Hamburg nach fulminanter Aufholjagd knapp mit 74:78. „Wir haben uns im zweiten Viertel den Schneid abkaufen lassen und wurden durch zweifelhafte Entscheidungen der Schiedsrichter etwas aus unserer Bahn geworfen. Dennoch haben wir während 30 Minuten gegen einen Topfavoriten der Serie unser Spiel durchgezogen. Es handelte sich um eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Köln-Spiel und genauso möchten wir uns weiterentwickeln. Es war zu sehen, dass unser Spielsystem, das wir kreiert haben wirklich greift. Daran müssen wir noch im Detail arbeiten, so dass wir noch für die eine oder andere Überraschung sorgen können“, meinte Zwickaus Headcoach Martin Förster nach der Partie gegen Hamburg. Die Roller Bulls Ostbelgien sind demnach gewarnt und aufgefordert zugleich eine andere Präsenz aufs Parkett zu bringen. Das Potenzial ist sicherlich vorhanden, es muss nur noch abgerufen werden, damit die ersten Punkte eingefahren werden können.

Der Hochball erfolgt am Samstag, dem 13. Oktober um 19.30 Uhr im Sport- und Freizeitzentrum St.Vith. Das Spiel kann online via Fibastats auf der Vereinshomepage verfolgt werden.

Text: Gerd Hennen/Grenzecho

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