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Köln 99ers ohne Fortune

Die Kölner Rollstuhlbasketballer bleiben in der 1. Rollstuhl-Basketball-Bundesliga weiter sieglos. Vor 250 Zuschauern verloren die 99ers um Trainer Mathew Foden die so wichtige Partie gegen einen direkten Mitkonkurrenten um den Abstieg, den Roller Bulls Ostbelgien. Der Aufsteiger aus der Nähe von Trier brachte einige Fans mit an den Rhein und gemeinsam mit den Kölner Anhängern sorgten sie für eine tolle Stimmung in der Halle am Bergischen Ring in Köln-Mülheim.

Trainer Foden war nach der Niederlage entsprechend bedient: „Wir haben in der Verteidigung ordentlich Druck auf die Belgier ausgeübt und sind zu wichtigen Ballgewinnen gekommen. Doch wenn Du das Spiel gewinnen willst, musst Du diese Ballgewinne auch in Punkte ummünzen. Das ist uns heute leider nicht gelungen. Wir haben gute Würfe kreiert, aber einfach zu wenige getroffen“.

Die 99ers begannen mit der Starting Five um Kapitän Gijs Even, Jontee Brown, Olle Svensson, Paul Jachmich und Hillevi Hansson. Und die Köln starteten furios! Even brachte den Domstädtern im Alleingang eine 9-2 Führung. Hillevi Hansson traf per Korbleger zum 11-4. Doch die Belgier blieben in einem temporeichen ersten Abschnitt dran und verkürzten schnell auf 11-10. Beide Teams wechselten sich in der Führung nun ab. Nur der Australische Center Jontee Brown fand noch nicht in seinen Rhythmus und traf keinen seiner fünf Versuche. Das Erste Viertel endete ausgeglichen mit 17-17.

Gleich zu Beginn des zweiten Viertels trug sich Marten Lilja mit einem Mitteldistanzwurf in die Scorerliste ein (19-19). Anschließend war das Spiel von der aggressiven Verteidigung beider Teams geprägt. Die Kölner verloren offensiv ihren Rhythmus und verwarfen gleich reihenweise. Paul Jachmich war es dann, der nach knapp 5 punktlosen Minuten zum 21-22 traf. Kein Team konnte sich zu diesem Zeitpunkt mit mehr als drei Punkten absetzen. Doch zum Schluss des Abschnitts punktete sich das von der deutsch-belgischen Grenze innerhalb von einer Minute mit leichten Körben zu einer 27-33-Halbzeitführung. Der Knackpunkt, wie sich das im Nachhinein herausstellte.

Jontee Brown erzielte mit zwei Freiwürfen seine ersten Punkte des Abends, verkürzte auf 29-33 und mit einem weiteren 2-Punkte Wurf auf 31-35. Die Gäste aus St. Vith übernahmen jedoch das Zepter. Angeführt von den beiden Centern Lorenzo Boterberg und Nazif Comor erspielten sich die Belgier erstmals eine 10-Punkte-Führung. Die zweitstellige Führung sollte bis zum Beginn des letzten Viertels Bestand haben (38-49).

Mit Harry Blyth auf dem Flügel ging es in die letzten zehn Minuten. Und mit ihm wurde das Spiel der Kölner in der Defensive deutlich besser. Er brachte die nötige Aggressivität mit, um die Belgier nicht zu ihrem Spiel kommen zu lassen. Die Belgier spielten ihren Größenvorteil unter dem Korb dennoch routiniert aus und kamen zu leichten Punkten. Vier Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung der Gäste neun Zähler. Die Defense stimmte, doch im Angriff wollten die Körbe nicht fallen. Eine Trefferquote von unter 30% sprechen für sich. Die 99ers konnten den Rückstand nicht entscheidend verkürzen.

5. Spieltag: Das Team der RBC 99ers spielt am 27.10. um 19:30 Uhr auswärts beim RSV Lahn-Dill.

Zahlen: Even (25 Punkte), Jachmich (9), Brown (6), Hansson (4), Lilja (5), Blyth, Svensson, Bergenthal

Text: Dimitri van der Wal

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