Tiroler Heimniederlage gegen Heidelberg

Im ersten Heimspiel der Saison präsentierte sich das Rollstuhlbasketballteam des RSC Tirol ausgezeichnet und schenkte den Gästen aus Heidelberg nichts. Ein spannender Kampf wurde am Ende nicht belohnt.

Nach einem relativ ausgeglichenen ersten Viertel (9:11) bei dem die Topscorer beider Teams (Stefan Thurner-RSC Tirol und Ralf Schwarz-Heidelberg) zusammen 16 der insgesamt 20 Punkte verbuchten war das erste Abtasten der beiden Vereine vorbei. Taktische Veränderungen bei beiden Mannschaften führten zu einem richtigen Schlagabtausch bei dem sich kein Team absetzen konnte und sich auch kein Team irgendwie sicher oder wohl fühlen konnte. Zur Halbzeit stand es 29:26 für die Tiroler Gastgeber. Nach dem Seitenwechsel schlichen sich defensiv ein paar Unkonzentriertheiten bei den Tirolern ein, was speziell die Heidelberger Center gnadenlos bestraften.

Schwierigkeiten beim Spielaufbau und Unsicherheiten beim Abschluss bei den Tirolern ließen die Heidelberger nicht nur ins Spiel zurück, sondern tonangebend in Führung gehen. Die Gäste schlossen das dritte Viertel mit einem 0:10 Run ab und gingen mit 40:49 in den Schlussabschnitt. Im vierten Viertel kämpften sich die Tiroler bis 3 Minuten vor Spielende noch auf 52:55 zurück, ehe die Heidelberger dann endgültig den Sack zu machten. Von den Rolling Chocolate sei an dieser Stelle Lukas Jung und Marc Westerman (18Pkte) in der zweiten Halbzeit hervor zu hebn, die beide von der Bank kommend viel Energie und Intensität ins Spiel brachten.

Gegen routinierte Heidelberger ist für den RS Tirol ein 11:23 im dritten Viertel kaum mehr zu kompensieren bzw. aufzuholen (obwohl das fast geglückt wäre). Auch die Freiwurfausbeute von 18/3 (!) in der zweiten Hälfte erschwert eine Aufholjagd erheblich. Insgesamt gab es 15 Mal einen Führungswechsel und 11 Mal Gleichstand.

Es war nun das zweite Mal im zweiten Spiel, dass dem RSC Tirol in einem Viertel der Spielzugriff kurzzeitig komplett entglitt. Das Coaching muss in diesen Situationen besser werden.
Der Blick geht jetzt nach vorne, denn mit einem konstant konzentrierten Spiel in allen Vierteln, einer besseren Freiwurfausbeute und dem Wissen, dass Gegner wie Salzburg und Heidelberg in Reichweite sind, kann man sich mit viel Selbstvertrauen auf die nächsten Aufgaben stürzen.

Neben der sportlichen Niederlage ist ebenfalls eine „Niederlage“ gegen das Live-Scouting zu verbuchen. Die Jungs haben zwar alles probiert und auch alles manuell mitgeschrieben, (die Stats sind bei uns vorhanden), aber via Live Ticker wurde nichts veröffentlicht… Das Problem wurde entdeckt und sollte bis zum nächsten Heimspiel gelöst sein bzw. ist bereits gelöst. Hoffentlich gibt’s da dann gleich 2 Siege bei nur einem Spiel.

Text: RSC Tirol

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