Roller Bulls möchten weiter lernen

Es ist geschafft! Die ersten Punkte haben die Roller Bulls Ostbelgien einfahren können und sich somit im direkten Abstiegskampf etwas Luft verschaffen können. Der Sieg in Köln, der von mehr als 20 lautstarken Fans frenetisch gefeiert wurde, soll jedoch eine Initialzündung für noch mehr bewirken. Am Samstag empfängt das Team von Stefan Veithen das starke Team der BSG Baskets aus Hamburg.

Die Hamburger sind bislang perfekt in die Saison gestartet und verbuchten nach eher knappen Auftaktsiegen gegen die Iguanas aus München sowie den Rollers aus Zwickau einen satten 69:35-Kantersieg gegen Köln.

Wiedergutmachung für den HSV

Am vergangenen Spieltag jedoch musste das Team von Holger Glinicki eine herbe 92:68-Auswärtsniederlage gegen die bislang souverän auftrumpfenden Thuringia Bulls hinnehmen. Doch wer mit so viel Statistik von einer Partie auf Augenhöhe gegen die Roller Bulls Ostbelgien redet, scheint sich getäuscht, werden die Baskets aus Hamburg doch als klare Favoriten aufs SFZ-Parkett aufrollen und auf Wiedergutmachung für das Thuringia-Spiel aus sein.

Bulls als verbissene Kämpfer

„Hamburg ist eine sehr starke Mannschaft, die in den vergangenen Meisterschaften stets ihre Klasse unter Beweis stellen konnten. Wir müssen einfach ehrlich sein, unsere bisherigen Spiele genauestens analysieren und feststellen, dass wir uns noch an das Tempo und das Niveau der 1. Bundesliga gewöhnen müssen. Doch wir sind lernwillig und auch lernfähig, so dass wir unser Fell so teuer wie möglich verkaufen werden“, bemerkte Stefan Veithen nach dem Sieg gegen die Köln99ers.

Team als Stärke

Die Roller Bulls Ostbelgien präsentieren sich seit Beginn der Saison als homogenen Block in dem jeder für jeden kämpft und auch jeder Punkte wirft. So werden die Ostbelgier für jeden Gegner etwas unberechenbar, kann man sich doch nicht nur auf einen oder zwei Topspieler konzentrieren. „Ja, die breite Bank ist seit vergangener Saison eine unserer Stärken. Die Rückkehr von Lorenzo Boterberg hat diese Qualität noch verstärkt, so dass wir mit breiter Brust agieren können“, erklärte Stefan Veithen weiter.
Während der Hüne Nazif Comor für die entsprechende Abdeckung sorgt, kümmert sich der pfeilschnelle und stets quirlige Lorenzo Boterberg um Verwirrung.

Profimannschaft

Diese Taktik könnte natürlich auch gegen den HSV Früchte bringen, wenngleich Stefan Veithen bewusst tief stapelt: „Gegen Teams wie Hamburg, die bereits seit einigen Jahren unter wahren Profibedingungen arbeiten können, haben wir als kleiner Verein lediglich Außenseiterchancen. Wir werden versuchen, den treuen Zuschauern im Sport- und Freizeitzentrum attraktives Basketballspektakel zu bieten um somit die Werbetrommel für unseren faszinierenden Sport zu rühren. Es müsste schon in allen Bereichen und Belangen perfekt laufen, dass wir am Ende etwas Zählbares mitnehmen können. Aber Überraschungen sind im Sport immer möglich und wir erwischen im SFZ vielleicht den perfekten Tag!“

Nichts dem Zufall überlassen

Um für eine Überraschung sorgen zu können müssen die Veithen-Mannen jedoch unter anderem die treffsicheren Topscorer Vasily Kochetkov, Alireza Ahmadi und Asael Yona Shabo in Schach halten. Somit ist neben eigenem Wurfglück auch eine konsequente Defensive angesagt. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein und unser bestmögliches Spiel sowie unsere perfekteste kämpferische Einstellung aufs Parkett bringen. Nur so werden wir einen Hauch einer Chance besitzen“. Die Roller Bulls Ostbelgien hoffen indes auf erneute lautstarke Fanunterstützung. „Unsere Fans schreien uns zu Erfolgen und zu Höchstleistungen. Wir möchten auch am Samstag ab 19.30 Uhr diesen sechsten Mann im Rücken spüren“, so die Vereinsleitung vor der Partie.

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