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Rollers auch in Wiesbaden siegreich

Das der wochenendliche Besuch der BSC Rollers Zwickau bei Ligakonkurrent Rhine River Rhinos in Wiesbaden keine leichte Partie werden würde, war allen Protagonisten bereits im Vorfeld klar. Dennoch mit zwei Siegen und ebenfalls zwei Niederlagen konnten die Sachsen auf eine bisher sehr ausgeglichene Saison zurückblicken, während die Rhinos mit vier Niederlagen in Folge schon eher mit dem Rücken zur Wand dringend nach ersten Punkten gierten. Dass die Hessen aber durchaus schlagfertig und gefährlich sein können, bewiesen diese nicht zuletzt in der Vorwoche gegen die Iguanas aus München.

Bereits in den ersten Minuten des Matches wurde deutlich, jedes Team hatte seine Hausaufgaben gemacht, somit standen sich zwei bestens aufeinander eingestellte Mannschaften gegenüber und der Kampf auf Augenhöhe wog bis rund fünf Minuten vor Schluss hin und her. Sicher konnten die Westsachsen in Minute 27 kurzzeitig einen Achtpunktevorsprung vorweisen, doch die kampfstarken Hessen egalisierten innerhalb dreier Minuten. Kurz: Nicht weniger als absolute Spannung, viele Emotionen und packende Aktionen auf dem Parkett bekamen die leider nur wenigen rollstuhlbasketballbegeisterten Zuschauer auf den Rängen der Sporthalle Klarenthal zu sehen, was sich auch in den Viertelergebnissen mit 16:18, 32:31, 51:53 widerspiegelte. Es war um Minute 35 herum, als das Momentum zugunsten der Schumannstädter kippte. Wiesbaden wackelte kurzzeitig, nahm ein unnötiges Foul bei einem 3 Punktewurfversuch von Skucas und bekam dafür drei Freiwürfe von Zwickaus Punktegaranten eingeschenkt. Fast schon kaltschnäuzig lieferten die Sachsen nun ab und Skucas krönte sich selbst mit einem magischen Dreier. Auch Marianne Buso dürfte sich besonders über ihre Leistung an diesem Abend gefreut haben, hatte die Französin doch in den letzten Pflichtspielen ihr Potenzial nicht so recht abzurufen können. Diesmal ließ sie mit 16 Punkten definitiv nichts anbrennen. Am Ende hieß es 59:73 für die Gäste aus Zwickau.

Von einem glücklichen Sieg der Westsachsen zu sprechen wäre allerdings verfehlt, denn ein Blick auf die Statistik zeigt, dass die Zwickauer immerhin 31 der 40 Minuten Spielzeit, wenn auch knapp, führten und mit einer Trefferquote von 57 Prozent zeigt sich auch Trainer Marco Förster durchaus zufrieden.

Vytautas Skucas 26 Pkt.
Marianne Buso 16 Pkt.
Edgaras Ciaplinskas 12 Pkt.
Rostislav Pohlmann 9 Pkt.
Ben Kenyon 6 Pkt.
Frank Oehme 4 Pkt.

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