Tirol gewinnt Rollstuhlbasketball-Thriller in Ulm

Das Rollstuhlbasketballteam RSC Tirol gewinnt am Samstag, 3.11.2018, das Auswärtsspiel bei den Ulm Sabres mit 60:59.

Die Begegnung startete für das Tiroler Aufsteigerteam in die #RBBL2S denkbar ungünstig. Zu Beginn des Spiels zeigte der Ulmer Patrick Dorner schon früh wie gefährlich er aus der Distanz agieren kann und verwandelte im ersten Viertel bereits drei 3er und insgesamt 11 Punkte. Allerdings verblieb er weiterführend im gesamten Spiel auf dieser Punkteanzahl. Die Tiroler legten leider, wie bisher in allen Ligaspielen einmal, ein Katastrophenviertel hin. Das erste Viertel endete mit einem 23:11 für die Gastgeber.

Im zweiten Viertel wurde das Spiel des RSC Tirol etwas konstanter und die Würfe fanden endlich etwas hochprozentiger ihr Ziel. Vor allem Andreas Riedl brachte mit seiner Einwechslung viel Energie in die Partie. Er erzielte 10 Punkte im zweiten Viertel und war maßgeblich an der Aufholjagd der Tiroler beteiligt. Mit einem Rückstand von 6 Punkten zur Halbzeit konnte man, trotz der vielen vergebenen leichten Abschlüsse, versöhnlich die Seiten wechseln.

Im ersten Teil des dritten Viertels fand der RSC Tirol immer besser ins Spiel, es folgte ein 10:0 Run. Die Ulmer reagierten und stellten eine Presse auf, um den gefundenen Rhythmus im Tiroler Spiel zu stören. Leider ein voller Erfolg… Ein eigentlich wichtiger Punkt bei der Vorbereitung zu dem Spiel, das Press Break, funktionierte nicht wie geplant. Durch Fehlpässe und Unachtsamkeiten beim Ballvortrag kippte das Momentum wieder, die Ulmer antworteten ihrerseits mit einem 15:6 Run und das dritte Viertel endet mit einem 53:46 Vorsprung für die Ulmer Sabres.

Das letzte Viertel war dann nichts mehr für schwache Nerven, fünf Mal wechselte die Führung in diesem Abschnitt. Die Ulmer hatten zu Beginn des Viertels mehrere Möglichkeiten den Vorsprung uneinholbar anwachsen zu lassen, ließen jedoch, glücklicherweise für den RSC Tirol, diese Gelegenheiten liegen. Die Tiroler Verteidigung agierte selber mit einer Presse und konnte wiederum den Rhythmus der Ulmer brechen. Ein hektisches Spiel mit vielen Eigenfehlern auf beiden Seiten war nun zu sehen.

Der letzte Korb im Spiel fiel in der 38. Minute von Harald Eder. Sowohl Thomas Palaver als auch Dominik Bloching verfehlten jeweils 2 Freiwürfe in der Schlussminute. Der Ulmer Center vergab seine Freiwürfe 16 Sekunden vor Schlusspfiff. Der Rebound nach dem zweiten Fehlwurf fiel in die Hände von Stefan Thurner, der eigentlich ohne Bedrängnis, den Ball nicht kontrollieren konnte und den Ball ins Aus verlor. Die Ulmer hatten somit noch einen Angriff und eine neue Chance das Spiel zu gewinnen. In der letzten Verteidigungsphase ließen die Tiroler keine gute Wurfmöglichkeit zu, die Sabres waren zu einem „Notwurf“ gezwungen, der auch noch fast sein Ziel fand. Der weite Rebound kullerte mit den Schlusssirene ins Aus und die Achterbahnfahrt in diesem Spiel war zu Ende. Das Ergebnis 60:59 für den RSC Tirol.

Beide Teams haben in diesem Spiel im Angriff extrem viele Möglichkeiten nicht verwerten können. Fortuna hat es am Ende mit dem Tiroler Team einfach etwas besser gemeint, nur so ist dieser knappe Sieg am Ende zu erklären. Natürlich nehmen wir diesen Erfolg dankend mit und gehen mit viel positiver Energie in das Pokalwochenende nächste Woche.

Text: RSC Tirol

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