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Lahn-Dill im Duell mit belgischem Kellerkind

Für den RSV Lahn-Dill geht es am Samstag im Heimspiel gegen die Roller Bulls Ostbelgien vor allem darum, die Gedanken an das Verfahren im DRS-Pokal zu verdrängen und sich auf die sportliche Aufgabe in der RBBL1 zu konzentrieren. Der belgische Gegner aus den Ardennen kommt dabei am Samstag um 16 Uhr als Kellerkind und damit als Außenseiter in die Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle.

Damit hat der Bundesliga-Aufsteiger aktuell ganz andere Sorgen als die gastgebenden Hessen. Dennoch sind die Roller Bulls bisher in ihrem Soll, haben auswärts beim direkten Konkurrenten in Köln gewonnen und eine Woche nach ihrem Auftritt in Wetzlar die Chance mit einem Heimsieg gegen die bisher punktgleichen Wiesbadener sogar zum Abschluss der Hinrunde auf Rang acht klettern zu können.

Mit Rückkehrer Lorenzo Botterberg und Nazif Comor besitzen die Belgier auf den Centerpositionen ihre gefährlichsten Akteure. Mit aktuell durchschnittlich 12,3 Punkten pro Partie ist der 30-jährige Botterberg, der im Sommer vom französischen Erstligisten Handisport Est Mosellan nach St. Vith zurückgekehrt ist, der Topscorer der Roller Bulls und damit im Hauptfokus der Wetzlarer Defensive. Zusätzlich wird das Spiel des Tabellenneunten von Routiniers wie Nationalspieler Bart Nulens, einst auch bei den Thuringia Bulls unter Vertrag, Mounir Moujoud oder Jamaa Saadi getragen.

Auf der Gegenseite kann das Trainergespann Janet McLachlan und Günther Mayer personell aus dem Vollen schöpfen. Nach den sportlich überzeugenden Auftritten der vergangenen Wochen, soll die Partie am Samstagnachmittag natürlich auch dazu genutzt werden, um den Spannungsbogen für das Topspiel am 24. November gegen die Thuringia Bulls zu halten und weiter aufzubauen.

Dabei standen sich die beiden Kontrahenten erst zehnmal in Pflichtspielen gegenüber, erstmals im Oktober 2009, zuletzt im Februar 2015, als der RSV Lahn-Dill sein Heimspiel klar mit 93:54 für sich entscheiden konnte. Niederlagen mussten die Rollis aus der Domstadt gegen den Kontrahenten aus den belgischen Ardennen bisher noch keine einstecken und dies soll natürlich auch so bleiben, wenn es nach dem Willen der Gastgeber ginge.

„Wir müssen einfach Vollgas geben und die Angelegenheit im Pokal verdrängen, denn darauf haben wir als Sportler nun keinen Einfluss mehr“, gibt sich die kanadische Cheftrainerin McLachlan sachlich und konzentriert vor der Partie am Samstag. Und auch Kapitän Michael Paye schlägt in diese Kerbe: „Lasst uns unsere Antwort auf dem Parkett geben!“

Text: Andreas Joneck

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