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Wiesbaden: Rückrunden-Auftakt gegen die Unbesiegten

Am 10. Spieltag der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) gastieren die Rhine River Rhinos bei den RSB Thuringia Bulls, die nicht nur ungeschlagener Tabellenführer, aktueller Deutscher Meister, sondern auch amtierender Champions-League-Sieger sind. Für die zuletzt stark aufspielenden Dickhäuter kann es an der Osterlange in Elxleben nur eine Marschroute geben: Unbekümmert aufspielen, Spielsysteme und Abläufe in Hinblick auf die kommenden Partien verbessern und dem Ligaprimus solange wie möglich die Stirn bieten.

„Es ist nach dem Match gegen den RSV Lahn-Dill wieder eine Partie, in der wir nichts zu verlieren haben und ohne Druck aufspielen können“, gibt sich der Neuzugang der Rhinozerosse, Mark Beissert, vor der Abfahrt nach Thüringen entspannt. Dass diese Unbekümmertheit Früchte tragen kann, stellten Beissert & Co. am vergangenen Spieltag unter Beweis, als der Serienmeister aus Wetzlar lange beschäftigt, sich auf die Ansagen des Trainers konzentriert wurde und die Leistungskurve steil nach oben zeigte. Dass es eines kleinen „Basketball-Wunders“ bedarf, um den bis dato unbesiegten Bulls den Zahn zu ziehen, dessen sind sich alle Wiesbadener und Experten bewusst. Ein kurzer Blick auf die Teamzusammensetzung der Thüringer unterstreicht deren Klasse: Da wären die deutschen WM-Teilnehmer André Bienek (3,0 Klassifizierungspunkte) und Alexander Halouski (4,5), Paralympicssieger Jake Williams (USA) , der Lette Karlis Podnieks (1,0), der Finnen Teemu Partanen (2,0), der iranische Center Vahid Azad (4,5), die niederländischen Welt- und Europameisterin Jitske Visser (1,0) und Kapitän Raimund Beginskis (2,0). Namen, die neutrale Rollstuhlbasketball-Herzen höherschlagen lassen. Verzichten müssen die Bulls indes auf ihren U.S.-Boy Matt Scott, der aufgrund einer Blutvergiftung außer Gefecht gesetzt ist.

Außer Gefecht gesetzt im Hinspiel gegen Elxleben war auch Rhino-Dame Marina Mohnen, die aus der Distanz die 39:87-Niederlage ihrer Equipe verfolgen musste. Einem ausgeglichenen und gutem ersten Viertel (10:14) gegen den Deutschen Meister folgten lediglich drei magere Rhinos-Pünktchen im zweiten Viertel, die ihren Teil dazu beitrugen, dass die Kurstädter deutlich das Nachsehen hatten. Hinzu gesellten sich 22 Ballverluste (Elxleben: 8) sowie eine Trefferquote von 26% (Elxleben: 53%).

Dass es die Hessen am Samstag besser machen wollen, als am ersten Spieltag, unterstreicht 4,5-Punkte-Mann Beissert: „Wie stark bzw. leistungsfähig wir sind, hat man letzte Woche im Heimspiel gegen den RSV Lahn-Dill gesehen. Wir wollen gerade in Hinblick auf die kommenden beiden wichtigen Spiele als Team weiterwachsen und versuchen, unser Selbstvertrauen weiter aufzubauen.“ Eine positive Grundeinstellung, die auch Sven Eckhardt, Trainer des Wiesbadener Kollektivs, betont: „Nach unserem starken Spiel gegen Lahn-Dill haben wir gleich die nächste harte Aufgabe vor uns. Wenn sich die Mannschaft ähnlich präsentiert, wie sie es am letzten Wochenende getan hat, bin ich sehr optimistisch, dass wir auch in Elxleben ein tolles Spiel zeigen und das Starensemble ein wenig ärgern können.“

Das Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister findet am Samstag, den 8. Dezember, um 18.00 Uhr, im Fit-In in Elxleben (99189 Elxleben, Osterlange 13) statt.

Text: Martin Schenk

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