Essen: Erste Saisonniederlage beim Tabellenführer in Rahden

In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga haben die Hot Rolling Bears Essen beim Spitzenreiter Baskets 96 Rahden erwartungsgemäß mit 70:35 (12:11, 16:10, 21:4, 21:10) verloren.

Dabei begann die Partie für die Bears-Starting-Five mit Joel Schaake, Ilse Arts, Jens Hillmann, Walter Vlaanderen und Hannfrieder Briel verheißungsvoll. Der scheinbar übermächtige Gegner hatte in der Anfangsphase so seine Mühe. Die Essener führten schnell und kassierten erst kurz vor der ersten Viertelpause den knappen 11:12-Rückstand.

Wer dachte, dass die 96er jetzt aufdrehten und, wie in allen Spielen bisher, davonzogen, der hatte sich geirrt. Die Bären hielten weiter mit; der Spielstand ging hin und her. Es war unerwartet ein Spiel auf Augenhöhe. Erst kurz vor der Halbzeitpause konnten die Rahdener sich mit einer 28:21-Führung absetzen.

Die mitgereisten Bären-Fans hofften weiter auf ein ausgeglichenes Spiel. Doch leider schlichen sich Fehler ein. Unsaubere Zuspiele und unzählige Fehlwürfe führten zu Fastbreaks der Gastgeber. Rahden zog Punkt um Punkt davon und ging mit 49:25 in den letzten Spielabschnitt. Das Spiel war gelaufen. Bears-Trainer Markus Pungercar wechselte im letzten Viertel durch. Die Hausherren nahmen das Tempo raus, verwalteten den deutlichen Vorsprung und gewannen letztlich verdient mit 70:35.

Kommentar Pungercar: „Rahden war der erwartet starke Gegner. Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Dabei waren wir insbesondere in der Defense sehr stark. Wir haben nicht viel zugelassen. In der zweiten Halbzeit führten Unaufmerksamkeiten auf unserer Seite und überragendes Spiel bei Rahden zu der klaren Niederlage. Es ist keine Schande, gegen einen solch starken Gegner zu verlieren.“.

Die Punkte erzielten: Vlaanderen (9), Schaake (6), Briel (6), Hillmann (4), Rundholz (4), Biswane (4), Arts (2), Maul.

Für die Bears geht es gleich am kommenden Wochenende mit einem Nachholspiel weiter.

ALBA ist Aufsteiger aus der Regionalliga und hat erhebliche Probleme, sich mit der neu formierten Mannschaft zu finden. Das Team um Trainer Red Frister ist bisher sieglos und steht am Ende in der Tabelle der 2. Liga.

Die Begegnung ist die Partie des ersten Spieltages und wurde aus technischen Gründen verschoben. Für die Bears ist es das letzte Spiel in diesem Jahr. Mit einem Sieg in Berlin wollen sich die Spielerinnen und Spieler zum Jahresende für ihre bisherige Saisonleistung selbst belohnen.

Trainer Markus Pungercar will natürlich auf dem zweiten Tabellenplatz überwintern. „Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, werden wir das Spiel in Berlin gewinnen. Wir sind trotz der Niederlage beim Tabellenführer Rahden gut drauf. Das haben wir in allen bisherigen Spielen bewiesen“, so sein Kommentar vor der Fahrt in die Bundeshauptstadt.

Text: Rainer Grebert

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