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Hannover fährt als Außenseiter nach Thüringen

Rollstuhlbasketball-Bundesligist Hannover United startet am Sonnabend um 18 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei den RSB Thuringia Bulls ins Sportjahr 2019. Der Meister und Champions-League-Sieger steht nach elf Spieltagen unangefochten an der Spitze der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL1) und hat bislang kein einziges Pflichtspiel verloren.

Hannover United reist als klarer Underdog ins beschauliche Elxleben bei Erfurt, wo sich über die letzten Jahre ein echtes Spitzenteam geformt hat. Mit dem deutschen Nationalspieler Alex Halouski (24,2 Punkte pro Spiel) sowie dem Iraner Vahid Gholamazad (16,5) verfügen die Thüringer über das wohl beste Centerduo Europas. Beide erzielen zusammen rund 40 Punkte im Schnitt und sind die wichtigsten Eckpfeiler im Team von Head Coach Michael Engel.

In nichts nach stehen ihnen die beiden pfeilschnellen Distanzschützen Jake Williams (US-Nationalspieler, 16,0 Punkte pro Spiel) und der deutsche Nationalspieler André Bienek (11,5). Mit Jens Albrecht (6,3), Raimund Beginskis (5,4), Teemu Partanen (4,8), sowie Karlis Podnieks (2,4) und der niederländischen Weltmeisterin Jitske Visser sind die Bullen so tief besetzt wie kaum ein anderes Team in der Liga. So verwundert es auch nicht, dass die Thuringia Bulls trotz dem Ausfall ihres US-Nationalspielers Matt Scott (15,1) weiterhin auf einem sehr hohen spielerischen Level agieren. Scott war im November an einer Sepsis erkrankt und hat seitdem kein Spiel für die Thüringer absolvieren können.

Für Hannover United geht es nach der deutlichen 34:90-Hinspielniederlage darum, dass Rückspiel knapper zu gestalten und zu zeigen, dass man sich als Team weiterentwickelt hat. „Wir wollen nach der kurzen Winterpause möglichst schnell wieder als Team zusammenfinden und versuchen, es den Bulls so schwierig wie möglich zu machen. Unser Ziel ist es, dass wir mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gehen, damit wir mit Selbstvertrauen in die kommenden wichtigen Spiele gegen Trier, München und Zwickau gehen können“, sagte Headcoach Martin Kluck am Rande des Trainings.

Text: Philipp Schaper

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