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Lahn-Dill kommt nach München

Die Restbestände an Böllern sind gerade aufgebraucht oder sicher für ein Jahr verstaut, da steht schon der nächste Kracher an. Zum Start in das neue Jahr ist im Iguana Dome der RSV Lahn-Dill zu Gast. Der Serienmeister musste in der bisherigen Saison erst eine Niederlage einstecken.

Der Playoff-Endspurt

Das Spiel gegen die Hessen ist der Startschuss für die letzten sieben Spieltage, die allesamt entscheidend für das Rennen um die Playoff-Plätze sind. Die Iguanas liegen aktuell auf dem sechsten Platz, dem letzten, der zur Teilnahme an der Postseason berechtigt. Das Team um Kapitän Sebastian Magenheim hat es also selbst in der Hand, der Vorsprung ist jedoch hauchdünn. Nur die bessere Korbdifferenz hält die Rollers Zwickau auf Platz sieben auf Abstand. „Alles oder nichts“ ist also das Motto für die restliche Saison, denn würden die Playoffs nicht erreicht, müsste der RBB in den Playdowns antreten. Ein gesichertes Mittelfeld, in dem man die Saison gemütlich ausklingen lassen kann, gibt es nicht.

Kader weiterhin minimiert

Zu der brisanten Tabellensituation kommen weiterhin die Verletzungsprobleme. Mit Johanna Welin und Urs Rechtsteiner müssen die Leguane, wie schon in der kompletten Hinrunde, zwei schwerwiegende Ausfälle verkraften. Letzterer könnte allerdings demnächst in das Training zurückkehren und im Optimalfall sogar noch in der Rückrunde sein Debüt im grünen Jersey geben.

Selbstbewusste Iguanas

So oder so ist die Marschroute, die Trainer Benni Ryklin vorgibt klar. Es gilt vor allem die eigene Spielphilosophie zu verwirklichen und sich selbst vor einen starken Gegner wie Lahn-Dill nicht zu verbiegen. Dass die Iguanas das Potenzial haben Lahn-Dill zu schlagen wissen Team und Fans schon seit längerer Zeit. Der Buzzer Beater von Kim Robins, zum ersten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte im Herbst 2017, ist in den Erinnerungen noch immer präsent. Das erste Mal seitdem treffen sich die Teams nun wieder an der Säbener Straße.

Gewohnt starke Hessen

Es ist allerdings nicht das erste Duell überhaupt seitdem. Im Oktober unterlagen die Leguane im Hinspiel mit 76:58. Der RSV war zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut eingespielt, obwohl es im Sommer erst einen Trainerwechsel an der Lahn gegeben hatte. Topscorer damals mit 27 Punkten war Thomas Böhme, die Münchner müssen jedoch auf alle gegnerischen Schützen aufpassen. In dem ausgeglichenen Kader des Tabellenzweiten haben mehrere Spieler das Potenzial ein Spiel durch starkes Scoring zu entscheiden.

Stimmen

Coach Ryklin: „Das erste Spiel im neuen Jahr ist immer schwierig, da die Spieler gerade wieder in das Training eingestiegen sind. Für uns geht es darum, an unseren Stärken anzuknüpfen und die vielen Ballverluste aus den letzten beiden Spielen 2018 abzustellen. Es wird sicher ein schönes Spiel zum Anschauen, mal sehen, wie wir uns zum Anfang des Jahres gegen eines der besten Teams Europas messen.“

Text: Thomas Jensen

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