Roller Bulls: Es geht um die Wurst

Veröffentlicht: 18.01.2019 Roller Bulls Ostbelgien

Roller Bulls: Es geht um die Wurst

Foto: Gero Müller-Laschet

Die Roller Bulls Ostbelgien verabschiedeten sich mit einem klaren Heimsieg gegen die Iguanas aus München in die kurze Winterpause.

Die Roller Bulls Ostbelgien verabschiedeten sich mit einem klaren Heimsieg gegen die Iguanas aus München in die kurze Winterpause. Vier Punkte hat das Team von Stefan Veithen auf der Habenseite und liegt derzeit vor den Rhinos aus Wiesbaden sowie der Mannschaft von Köln99ers auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Die Chancen auf den Klassenerhalt wurden durch den Heimsieg gehen München jedenfalls untermauert, wenngleich die Bulls gegen die direkten Tabellennachbarn weiterhin punkten müssen.

Positiver Druck

Somit gestaltet sich das Heimspiel am traditionellen Familientag am morgigen Sonntagnachmittag ab 14 Uhr im Sport- und Freizeitzentrum in St.Vith in gewisser Weise auch zum „Endspiel“. Dieses Kellerduell wird für die Mannschaft von Stefan Veithen wahrlich nicht zum Spaziergang, zeigten die Kölner doch in den vergangenen Spielen eine aufsteigende Formkurve mit durchaus knappen Ergebnissen. Von einer verfrühten Resignation ist bei den Domstädtern trotz der fehlenden Punkte keine Spur, bleibt man doch dem typisch kölschen Motto „Et äss no immer just jegangen“ treu und versucht in der „jëcken Jahreszeit“ vielleicht doch noch die Kurve zu bekommen und den drohenden Abstieg in die Zweitklassigkeit abzuwenden.

„Kölsche Optimismus“

„Wir hatten die Gelegenheit über Weihnachten den Kopf frei zu bekommen, was auch notwendig war. Trotz zeiner uletzt deutlichen Leistungssteigerung gelang es uns nicht, den ersten Saisonsieg und die ersten Punkte einzufahren. So bleiben wie leider im Besitz der roten Laterne, möchten diese aber so schnell wie möglich vor den Playdowns an einen Mitbewerber abgeben. Hierfür müssen wir gegen die direkten Tabellennachbarn punkten. Den Auftakt zur Aufholjagd möchten wir demnach in St.Vith legen“, meinte Kölns Coach Mad Foden gegenüber dem rbbl-Blog. Gegen die Baskets aus Hamburg unterlagen die Domstädter in der Vorwoche mit 61:80, so dass das Team von Mat Foden am Sonntagnachmittag besonders unter Zugzwang steht. Nur Siege gegen St.Vith und Wiesbaden können bei den 99ers verhaltene Hoffnung schüren. Um dies zu realisieren liegt der Fokus auf den nach einer Handverletzung Wiedergenesenen Gijs Even. „Wir wissen, dass wir es besser können und werden in Ostbelgien alles auf eine Karte setzen“, so der Tenor.

Bulls hatten „schneefrei“

Die Roller Bulls Ostbelgien hingegen durften sich am vergangenen Wochenende über eine zusätzliche Pause freuen, da das angesetzte Spiel gegen die Rollers aus Zwickau wegen des bekannten Schneechaos in Sachsen kurzerhand abgesagt wurde. „Wir haben die Zeit zu weiteren Trainingseinheiten genutzt und glauben, dass wir gut vorbereitet sind. Natürlich handelt es sich bei diesem Spiel zweier Kellerkinder um eine Partie auf absoluter Augenhöhe, bei der die Tagesform und die Feinheiten für den Unterschied sorgen werden. Wir sind jedenfalls voll motiviert und werden versuchen, die im Hinspiel gezeigte Leistung in Köln auch im SFZ aufs Parkett zu bringen. Der Familientag, der immer wieder ein Publikumsmagnet darstellt, kommt uns hier sehr gelegen, so dass wir mit einer lautstarken und fairen Fanunterstützung rechnen. Diese Energie möchten wir in einen weiteren Sieg ummünzen, der uns hinsichtlich des Zieles „Klassenerhalt“ ein gutes Stück nach vorn bringen kann“, erklärte Stefan Veithen. Dem Roller-Bulls-Coach steht der komplette Kader zur Verfügung, so dass die breite Bank sicherlich auch ein weiteres Zünglein an der Waage sein könnte. „Ja klar, wir sind bewusst breit aufgestellt, so dass wir mittels taktischer Varianten für den Gegner auch ein wenig unberechenbarer werden können. Diesen Vorteil werden wir mit Sicherheit versuchen zu nutzen“, so der Headcoach zuversichtlich. Beide Teams stehen demnach mächtig unter Druck, so dass die Zuschauer einen packenden Kellerfight erwarten dürfen.

Neuer Teambus bei Kaffee und Kuchen

Der Familientag bietet in diesem Jahr einige zusätzliche Überraschungen, so dass Klein und Groß gleichermaßen auf ihre Kosten kommen werden. Neben dem leckeren Kuchen- und Tortenbüffet präsentieren die Roller Bulls Ostbelgien ihren neuen Mannschaftsbus. Dieser Bus, der Trainingsfahren und auch Ausfahrten quer durch Deutschland ermöglicht, konnte dank der finanziellen Unterstützung von CAP48 angeschafft werden. „Wir sind sehr stolz, dass wir endlich einen neuen fahrbaren Untersatz haben, da der „alte Bus“ nach Hunderttausenden von gefahrenen Kilometern regelrecht auseinander fiel. Jetzt haben wir logistisch für die Zukunft erneut Planungssicherheit. Allerdings benötigen wir noch Sponsoren, damit wir die Kosten für den behindertengerechten Umbau des Fahrzeugs in Höhe von ca. 30000 € als kleiner Verein stemmen können. Die Cera Foundation unterstützt bereits mit 2500 €, während wir auf der Suche nach weiteren Partnern sind, die entsprechende Werbeflächen auf unserem Bus füllen möchten. Interessenten hierfür können sich jederzeit an ein Vorstandsmitglied wenden“, meinte Teammanager Edgard Boemer.

Sowohl sportlich als auch organisatorisch scheinen die Roller Bulls Ostbelgien demnach gut aufgestellt um das große Abenteuer „1. Bundesliga“ fortzusetzen.

Text: Grenzecho (Gerd Hennen)