„Bullen-Treff“ im SFZ

Veröffentlicht: 08.02.2019 Roller Bulls Ostbelgien

„Bullen-Treff“ im SFZ

Die Roller Bulls Ostbelgien treten am Samstag gegen die Thuringia Bulls aus Eixleben an.

Die Roller Bulls Ostbelgien treten am heutigen Samstag um 19.30 Uhr gegen den unangefochtenen Spitzenreiter der 1. Bundesliga und letztjährigen Champions-League-Sieger, die Thuringia Bulls aus Eixleben, an. Für die St.Vither Rollstuhlbasketballer eine kaum lösbare Mammutaufgabe, zudem die Bulls aus Thüringen auch in der laufenden CL-Saison weitgehend den Ton angeben und unter absoluten Profibedingungen trainieren und arbeiten können. Somit stuft Headcoach Stefan Veithen diese Partie auch als „Lernphase“ vor den entscheidenden Spielen gegen die direkten Tabellennachbarn aus Zwickau und Wiesbaden ein. Kampflos möchten sich die ostbelgischen Bulls jedoch nicht geschlagen geben und hoffen hierbei auf lautstarke Fanunterstützung.
Die Ausgangslage kann für beide Teams in diesem Spiel nicht unterschiedlicher sein.

Ausgangslage

Coach Michael Engel möchte als Tabellenführer und Titelverteidiger in der Spur bleiben und Stefan Veithen versucht in den noch verbleibenden Spielen der regulären Meisterschaft weitere Punkte zu ergattern um die Playdowns entsprechend positiv vorzubereiten. „Wir werden aller Voraussicht nach – oder es müsste noch ein mittleres Wunder geschehen – über die Playdowns gehen müssen um den Klassenerhalt zu schaffen. Es wäre in diesem Zusammenhang schon sehr wichtig gegen Zwickau und Wiesbaden zu punkten um die Ausgangssituation für unser Team zu verbessern“, meinte Stefan Veithen vor der Partie gegen die Thuringia Bulls. In den Playdowns treten die vier Letztplatzierten der Abschlusstabelle nochmals gegeneinander an, wobei die Punkte aus der Meisterschaft gegen eben diese Gegner „mitgenommen“ werden. Im Klartext bedeutet das für die Roller Bulls Ostbelgien, dass der Heimsieg gegen München in der jetzigen Situation reine Makulatur ist und somit „gestrichen“ wird. Lediglich die beiden Siege gegen Köln wird das Team von Stefan Veithen derzeit mitnehmen können, so dass die bisherigen Niederlagen gegen Zwickau und Wiesbaden besonders hart ins Gewicht fallen.

„Wir brauchen weitere Punkte!“

„Ja, gegen Zwickau und Wiesbaden ist es schon günstig zu siegen, damit wir in den direkten Abstiegsduellen nicht hoffnungslos hinterher hecheln müssen. Beim jetzigen Stand der Dinge haben wir 4 Punkte vor diesen Playdowns auf der Habenseite, während Wiesbaden und Zwickau bereits 6 Punkte haben. Am Ende wird aber derjenige mit dem längeren Atem die Klasse halten können. Wir sind jedenfalls bereit, diesen Kampf anzunehmen“, bemerkte Stefan Veithen weiter. Gegen die Thuringia Bulls werden zudem mit Nazif Comor und Philippe Minten zwei wichtige Spieler wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehen. Natürlich sei das schlimm, aber aufgrund des Gegners eher weniger tragisch, meinte Stefan Veithen. Es sei vielmehr wichtiger, diese Spieler für die wahren „Endspiele“ wieder fit zu bekommen. Wenngleich die Thuringia Bulls als haushoher Favorit in das Spiel gegen die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer gehen, ist Überheblichkeit nicht angesagt. Vielmehr betrachten die sportlichen Verantwortlichen des Rekordmeisters die Partie in Belgien als exzellente Vorbereitung auf das Champions-League-Viertelfinale am 10. März im heimischen Eixleben. Coach Michael Engel setzt auf die Verteidigung seines Champion-League-Titels und möchte in diesem Zusammenhang nichts dem Zufall überlassen. „Bevor die internationale Bühne ruft, steht der 15. Spieltag in der Rollstuhlbasketball Bundesliga auf dem Programm. Hier müssen wir die Hürde gegen unsere belgischen Namensvettern nehmen, was sicherlich kein leichtes Unterfangen werden wird. In Ostbelgien erwartet uns eine volle Halle mit wahrlich frenetischen Fans. Für die Roller Bulls Ostbelgien geht es in erster Linie um den Klassenerhalt, so dass sicherlich bis zum Umfallen gekämpft werden wird. Natürlich sind wir der Favorit und müssen gewinnen, doch ein Selbstläufer ist unsere Reise nach Belgien keineswegs“, bemerkte Meistertrainer Michael Engel vor der Abreise nach St.Vith.

„Nichts dem Zufall überlassen!“

Die Thuringia Bulls haben am vergangenen, spielfreien Wochenende die Zeit genutzt, das eigene Trainingsprogramm nochmals anzupassen und anzuziehen. „Wir wollen zum Saisonende die beste Form besitzen um alle Titel zu verteidigen. Und da gibt es noch einiges zu tun, so dass wir uns nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen können. Außerdem müssen wir den verletzungsbedingten Ausfall unserer Nummer 9, Matt Scott, sowie von Jitske Visser, der sich derzeit mit der niederländischen Nationalmannschaft auf Japanreise befindet, gegen die Roller Bulls Ostbelgien kompensieren. Das ist die Gelegenheit für nachrückende Spieler sich zu positionieren und sich zu zeigen. Ich freue mich auf St.Vith und die Roller Bulls“, so Michael Engel auf der Webseite der Thuringia Bulls. Natürlich sind die St.Vither hinsichtlich des CL-Viertelfinales der Eixlebener gegen die Topteams aus dem italienischen Cantu, aus dem spanischen Albacete sowie aus Istanbul ein „kleiner Fisch“, aber gerade gegen die „Kleinen“ müsse man laut Engel besonders auf der Hut sein.

100er-Marke vermeiden

Die Roller Bulls Ostbelgien blicken eigentlich auf gute Leistungen zurück und setzen daher auch auf Schadensbegrenzung. „Wir werden versuchen uns nicht abschlachten zu lassen und unser Fell so teuer wie möglich zu verkaufen. Es ist auch eine gute Gelegenheit um verschiedene taktische Vorgaben, die uns dann in den entscheidenden Spielen wichtig werden können, zu testen. Die Trauben des Erfolgs werden gegen den internationalen Top-Klub für uns sicherlich unerreichbar hoch hängen, doch müssen wir versuchen ein ehrliches und gutes Spiel abzuliefern. Das sind wir schon allein unseren Fans schuldig. Unser Ziel muss sein, die 100er-Marke zu vermeiden“, meinte Stefan Veithen. Im Hinspiel wurden die ostbelgischen Bulls mit 117:30 regelrecht abgemetzelt; das soll nach Möglichkeit vor heimischer Kulisse vermieden werden. Der Hochball erfolgt am heutigen Samstagabend pünktlich um 19.30 Uhr im SFZ St.Vith. „Wir hoffen auf lautstarke Fanunterstützung – das bessere Publikum haben auf jeden Fall wir hier in Ostbelgien; das ist Fakt und wird auch von den Gegnern neidlos anerkannt“, erklärte der Bulls-Coach abschließend. Mit einem Auge blicken die Bulls natürlich auch auf das Kellerduell der Rhinos aus Wiesbaden gegen die Rote Laterne aus Köln. Hier hofft das Veithen-Team auf etwas Schützenhilfe aus der Domstadt vor den Playdowns.