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Doppelter Erfolg des RSV Lahn-Dill binnen 21 Stunden

Mit zwei Erfolgen binnen 21 Stunden hat der RSV Lahn-Dill seinen Doppeleinsatz an diesem Wochenende erfolgreich gemeistert. In den Spielen sechs und sieben binnen der letzten 17 Tage kamen die Wetzlarer Rollis am Samstagabend zu einem 82:55-Auswärtssieg bei den Roller Bulls Ostbelgien und einem 79:60-Heimsieg am Sonntagnachmittag über die Doneck Dolphins Trier.

Roller Bulls Ostbelgien – RSV Lahn-Dill  55:82 (12:17/26:37/39:64)

Mit einer soliden Vorstellung starteten Kapitän Michael Paye & Co. am Samstagabend in Belgien erfolgreich in die Doppelaufgabe des Wochenendes. Gegen den Aufsteiger aus den Ardennen sahen sich die Gäste aus Mittelhessen zunächst jedoch physisch gut aufgestellten Hausherren gegenüber, die bis zur Halbzeit keinerlei Vorentscheidung zuließen. Im Sportzentrum von St. Vith setzte sich der Favorit aus Wetzlar nach einem zähen 10:10 (8.) zwar durch Brian Bell zum 20:12 (12.) erstmals etwas ab, doch selbst mit einem Dreier von Nico Dreimüller zum 31:22 (18.) ließen sich die Roller Bulls bis zur Halbzeit nicht abschütteln. Während Lorenzo Boterberg, als etatmäßige Topscorer der Belgier, von der RSV-Defensive gut aus dem Spiel genommen wurde, war bis zum Seitenwechsel vor allem sein Teamkollege Terence Edo-Wato, der den Lahn-Dillern immer wieder Sorgen bereitete.

Aus der Kabine kam der RSV Lahn-Dill dann jedoch druckvoll, baute Tempo auf und erzwang so im dritten Spielviertel beim 54:31 (27.) die Vorentscheidung, der Thomas Böhme zwei schnelle Dreier noch im dritten Abschnitt folgen ließ. Neben Topscorer Böhme, der in der zweiten Halbzeit gewohnt stark auftrumpfte, verdiente sich vor allem Center Philipp Häfeli Bestnoten im Team von Cheftrainerin Janet McLachlan. Mit einer Rebound-Überlegenheit von 26:15 und einer hohen Wurfquote von über 70 Prozent ließ der Tabellenzweite am Ende keinen Zweifel über den verdienten Erfolg in den belgischen Ardennen, ehe auf der Heimfahrt bereits das Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen Trier im Fokus stand.

Roller Bulls: Terence Edja-Wato (10), David Offermann (10), Bart Nulens (8), Philip Minten (7), Nazif Comor (6), Robby Hulsman (6/1 Dreier), Juan Bernal (2), Lorenzo Boterberg (2), Mounir Mojoud (2), Jamaa Saadi (2), Davy Bukkers.

Lahn-Dill: Thomas Böhme (22/2), Brian Bell (15), Philipp Häfeli (15), Hiroaki Kozai (13), Nico Dreimüller (8/1), Michael Paye (6), Kai Möller (2), Jan Gans (1), Annabel Breuer, Christopher Huber.

RSV Lahn-Dill – Doneck Dolphins Trier  79:60 (9:17/29:34/59:47)

Am Sonntag in eigener Halle folgte dann eine Kopie der Partie des Vorabends. Im ersten Durchgang war ähnlich viel Sand im RSV-Getriebe, bevor nach dem Seitenwechsel der Knoten umso spektakulärer platzte. So lag ein gehemmt wirkender Gastgeber nach neun Spielminuten bereits mit 6:17 zurück. Doch das Heimpublikum merkte, dass Michael Paye & Co. an diesem Tag die Unterstützung von den Rängen benötigte und peitschte die Wetzlarer nach vorne. In Spielviertel Nummer zwei kam der Tabellenzweite dann nach einem Dreier von Hiroaki Kozai zum 16:19 (13.) so langsam in Fahrt, auch wenn auf der Gegenseite vor allem Jack Davey einen starken Tag erwischte und seine Farben weiter in Front hielt.

Nach dem Seitenwechsel war der RSV-Express dann nicht mehr zu stoppen. Aus dem 29:34-Halbzeit-Rückstand machten Brian Bell und Philipp Häfeli fast im Alleingang das 40:38 (23.) und als Topscorer Thomas Böhme einen Dreier von Scharfschütze Dirk Passiwan im direkten Gegenzug mit einem Treffer ebenfalls jenseits der 7m-Marke beantwortete, gab es weder auf dem Parket noch auf den Rängen ein Halten mehr. Mit einem 30:10-Zwischenspurt zum 70:51 (34.), war die vor der Halbzeit noch drohende Niederlage längst in einen sicheren Heimsieg verwandelt.

Damit konnte der RSV aus diesem Wochenende vier Pluspunkte gewinnen, verlor aber aufgrund einer Verletzung in der 35. Spielminute den Schweizer Philipp Häfeli mit einer Ellbogenverletzung. In der kommenden Woche hat damit die medizinische Abteilung des RSV Lahn-Dill um Teamärztin Petra Michel-Leutheuser alle Hände voll zu tun, um den Centerspieler für den Ligagipfel am kommenden Samstag in Thüringen wieder fit zu bekommen.

Lahn-Dill: Brian Bell (19), Thomas Böhme (15/3 Dreier), Philipp Häfeli (15), Hiroaki Kozai (11/1), Michael Paye (10/1), Nico Dreimüller (5), Jan Gans (4), Kai Möller, Annabel Breuer, Christopher Huber, Marian Kind (n.e.).

Trier: Dirk Passiwan (17), Ryan Wright (17), Jack Davey (13), Correy Rossi (9), Frank Doesgen (4), Martin Koltes, Dirk Schmitz.

Text: Andreas Joneck

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