Dezimierte Kirchheimer gewinnen gegen den RSC Tirol

Veröffentlicht: 19.02.2019 SGK Rolling Chocolate

Dezimierte Kirchheimer gewinnen gegen den RSC Tirol

Foto: Michael Witte

Trotz eines stark dezimierten Kaders behielten die Rollstuhlbasketballer der SG Heidelberg-Kirchheim im Verfolger-Duell die Oberhand.

Trotz eines stark dezimierten Kaders behielten die Rollstuhlbasketballer der SG Heidelberg-Kirchheim im Verfolger-Duell der 2. Bundesliga Süd am vergangenen Samstag gegen den RSC Tirol die Oberhand und entschieden die packende Partie in eigener Halle mit 76:64 nach Overtime für sich.

Gerade einmal 7 spielfähige, teils noch angeschlagene Akteure konnten die Rolling Chocolate Heidelberg im Spitzenspiel des 11. Spieltages gegen die starken, fast komplett angereisten Österreicher aufbieten. Dennoch zeigten die Kurpfälzer bereits zu Beginn der Partie, dass man sich trotz der aktuellen Verletzten-Misere, sowie vielen krankheitsbedingten Ausfällen nicht kampflos geschlagen geben würde.

Mit ordentlich Power und gutem Zusammenspiel auf dem Spielfeld und mit Hilfe der positiven Unterstützung von den Rängen erarbeiteten sich die Neckarstädter eine 14:10-Führung nach dem 1. Viertel. Obwohl Heidelbergs Top- Center Ralf Schwarz (29 Pkt. Topscorer des Spiels) von Beginn an gleich meist von zwei Tirolern unter Druck gesetzt wurde, erspielten sich die Hausherren immer wieder sehr gute Gelegenheiten unter dem Korb. Auch die Würfe aus der Distanz fanden häufig ihr Ziel. Allen voran Marc Westermann (26 Pkt.) fand dabei zu alter Stärke zurück.

Auf Seiten der Gäste aus Wörgl war Center Stefan Thurner Dreh- und Angelpunkt des Spiels, kam aber am Ende, aufgrund der gut abgestimmten Heidelberger Defense, auf nur 13 Punkte. Zur Halbzeit war bereits absehbar, dass es ein nervenaufreibendes Spiel werden würde (31:28). Beim RSC Tirol drehten die beiden Flügelspieler Thomas Palaver (16 Pkt.) und Harald Eder (14 Pkt.) nach dem Seitenwechsel auf und erzielten mit einigen schönen Schnellangriffen sowie Zielsicherheit von außerhalb der Zone wichtige Punkte für ihr Team. So war das Spiel nach drei gespielten Viertel immer noch auf Messers Schneide (48:45).

Daran änderte sich auch im Abschlussviertel (59:59) nichts. Tirols Führungsspieler Stefan Thurner konnte allerdings kurz vor Ende des 4. Viertels, nach seinem 5. persönlichen Foul, nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Es musste also die Overtime entscheiden und hier behielten die willensstarken, absolut am Limit spielenden Neckarstädter die Nerven und kämpften sich durch ihren herausragenden Team-Geist zum Sieg.

„Es war heute eine Frage der Willensstärke! Wir haben gezeigt, dass man trotz mehrerer Ausfälle gewinnen kann, wenn man als Team wie Pech und Schwefel zusammenhält und jeder an seine Stärken glaubt“, freute sich Chocolate-Trainerin Christa Weber über den hart erkämpften Erfolg ihres Teams.

Text: Johannes Ernst