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Gipfelduell Nummer zwei in der RBBL

Am vorletzten Spieltag der RBBL-Hauptrunde kommt es im thüringischen Elxleben zum zweiten Gipfelduell der Saison zwischen den gastgebenden RSB Thuringia Bulls und dem RSV Lahn-Dill. Es ist das Duell des Tabellenführers gegen den Zweitplatzierten, das des Deutschen Meisters gegen den Deutschen Pokalsieger. Viele weitere Attribute könnten für diese Partie gefunden werden und dennoch wird zwischen den beiden deutschen Topteams an diesem Samstag um 18 Uhr noch längst kein Titel vergeben.

Dennoch geht es um Platz eins als beste Startposition für die bevorstehenden Playoffs. Durch den knappen 67:58-Erfolg in Wetzlar, haben bei diesem Unterfangen die Gastgeber die leicht besseren Karten. Ende November hatten sie in Mittelhessen den besseren Start für sich und führten nach 13. Spielminuten bereits mit 31:15 in der August-Bebel-Sporthalle, bevor die Mannschaft um Kapitän Michael Paye den Respekt und die Verunsicherung ablegte und dem Champions League Sieger auf Augenhöhe Paroli bot. Bis zum Ende des dritten Viertels drehte die Mannschaft von Cheftrainerin Janet McLachlan dann den Spieß um und kam durch einen eigenen 31:18-Lauf zum 46:49-Anschluss (29.), dem sich eine spannende Schlussphase anschloss.

Gelingt es dem RSV Lahn-Dill von Beginn an auf Augenhöhe zu agieren und seine starke Defensive in den taktischen Vordergrund zu bringen, dann ist ein Erfolg bei den Thuringia Bulls absolut im Bereich des Möglichen. Schafft es die Mannschaft von Trainer Michael Engel jedoch ihre Stärke mit der überragenden RSB-Offensive in die Waagschale zu werfen, dürfte es am Samstagabend schwer werden. Doch unabhängig vom Ausgang des RBBL-Spitzenspiels, sind beide Seiten bereits direkt für das Playoff-Halbfinale im April qualifiziert, während sich die Ligakonkurrenz über das Viertelfinale erst noch für die Vorschlussrunde qualifizieren muss.

In einem internationalen Starensemble sticht offensiv vor allem das Centerduo Aliaksandr Halouski und Vahid Gholomazad heraus. Der deutsche Nationalspieler und der Iraner steuern durchschnittlich 40,4 Punkte pro Partie zur besten Offensive der Liga bei. Gelenkt wird das Spiel von US-Paralympicssieger Jake Williams, der im Schnitt für weitere 17,3 Zähler pro Begegnung gut ist. Mit Kapitän Raimund Beginskis aus Lettland, seinem Landsmann Karlis Podnieks, dem Finnen Teemu Partanen und der niederländischen Weltmeisterin Jitske Visser sowie den beiden deutschen Jens-Eike Albrecht und André Bienek besitzen die Thuringia Bulls weitere klangvolle Namen in ihren Reihen.

Text: Andreas Joneck

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