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Iguanas wahren Playoffchance

Am vorletzten Spieltag haben die Leguane gegen Tabellennachbarn Zwickau mit 80:63 gewonnen. Über beinahe das gesamte Spiel zeigten die Iguanas eine sehr konzentrierte Leistung, vor der Begegnung wurden allerdings Geschenke verteilt.

Pohlmanns letzter Auftritt in München

Direkt vor dem Hochball würdigte Co-Trainer Flo Fischer die Karriereleistung von Zwickaus Center, Rostislav Pohlmann. Der Tscheche beendet nach der Saison seine 19-jährige Karriere. Er holte nicht nur einige Titel im Rollstuhlbasketball, sondern unter anderem auch die Goldmedaille im Diskuswurf, bei den paralympischen Spielen 2004 in Athen. Von Flo Fischer bekam er ein Iguanas Trikot, das mit seinem Spitznamen “Rosti” beflockt ist.

Ausgeglichenes erstes Viertel

Benni Ryklin schickte seine Truppe mit derselben Anfangsformation wie am vergangenen Spieltag auf das Parkett, das heißt, für Kapitän Sebastian Magenheim und Sepp Wernberger begannen Basti Kolb und Gabriel Robl. Zu Beginn taten sich die Iguanas in der Offensive noch etwas schwer, doch mit laufender Spielzeit nahmen die Leguane immer mehr Schwung auf.

Flo Mach überragt

Besonders gut aufgelegt am Samstag war Flo Mach. Er war erste Wahl beim Abschluss, erzielte insgesamt 27 Punkte. Höhepunkt war zweifelsohne ein wilder Buzzer Beater zum Ende des dritten Viertels, von außerhalb der Dreierlinie, den er im Umfallen verwandelte. Mit diesem verrückten Wurf stellte der Center auf eine 66:47 Führung. In den beiden Vierteln zuvor war der Vorsprung der Iguanas sukzessive angewachsen.

Ganze Mannschaft in Topform

Münchens Nummer 11 war jedoch nicht alleine verantwortlich für die Führung. Auch die anderen Spieler erwischten einen guten Tag beim Abschluss, das Scoring war variabel und für die Gäste schwer auszurechnen. Dreh und Angelpunkt war auch wieder Kapitän Sebastian Magenheim. Zwei Tage nach dem 33. Geburtstag seines Trainers Benni Ryklin legte er ein Triple Double auf und zwar mit 11 Punkten, 11 Assists und 11 Rebounds! Ebenso entscheidend wie die gute Offensive, war auch die sehr fokussierte Leistung in der Defensive, die Leguana waren immer sehr eng an ihren Gegenspielern und freie Punkte für die Gäste Mangelware.

Letztes Viertel nochmal spannend

Mit zwischenzeitlich über 20 Punkten Vorsprung, sah der RBB schon wie der sichere Sieger aus, doch die Sachsen gaben nicht auf. Dank einer leichten Schwächephase der Leguane kamen sie nochmal zurück ins Spiel. Gerade Superstar Vytautas Skucas trat nun immer mehr in Erscheinung, die Führung schmolz auf elf Punkte zusammen. Richtig brenzlig wurde es dann aber nicht mehr, auch da die Zwickauer Chancen ausließen um den Anschluss komplett wiederherzustellen.

Stimmen

Laura Fürst: “Heute war uns bewusst, dass es laufen muss. Wir haben aber zum Glück nicht verkrampft gespielt, weil das ist bei so einem Spiel die größte Gefahr. Wichtig war, dass wir uns nach dem etwas schwierigen Start gleich zurückgekämpft haben.”

Flo Mach: “Ich war vor dem Spiel leicht angespannt. Aber bei mir ist das eigentlich immer gut, weil wegen der Nervosität bin ich dann konzentriert und voll da. Darum ist es heute vielleicht auch so gut gelaufen. Wir müssen die ganze Woche jetzt voll konzentriert arbeiten und dann gegen Köln genauso reingehen wie heute.”

Coach Ryklin: “Defensiv haben wir eine Aufstellung gefunden, die gut funktioniert, auch wenn heute wieder ein paar Schludrigkeiten drin waren. Dass die Zwickauer Kämpfer sind hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, aber die Mannschaft hat den Vorsprung gut über die Runden gebracht. Wir dürfen auf keinen Fall siegessicher nach Köln, sondern müssen die Leistung bestätigen.”

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