Foto: Armin Diekmann Foto: Armin Diekmann

Hessenderby letztes Lahn-Dill-Heimspiel für sechs Wochen

Mit dem Hessenderby gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden endet am Wochenende für den RSV Lahn-Dill die RBBL-Hauptrunde. Während die Mittelhessen längst vorzeitig für die Playoffs 2019 qualifiziert sind, kämpfen die Gäste aus der Landeshauptstadt am Samstagabend um 19:30 Uhr in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle um ihre letzte Chance auf das Viertelfinale und damit den drohenden Playdowns gegen den Abstieg noch entgehen zu können.

Das Duell der beiden hessischen Erstligisten nimmt auch die Stiftung Sporthilfe Hessen zum Anlass, sich am Samstag in Wetzlar zu präsentieren. Gleich neun Athleten, die sich in diesem Hessenderby gegenüberstehen, werden von der 2001 gegründeten Stiftung gefördert. Zugleich ist die Partie gegen Wiesbaden das letzte RSV-Heimspiel vor Mitte April, denn die Mannschaft von Cheftrainerin Janet McLachlan ist bereits direkt für das Playoff-Halbfinale qualifiziert, während sich die Konkurrenz auf den Plätzen drei bis sechs über das Viertelfinale dafür erst qualifizieren muss.

Die Rhinos kämpfen dabei in einem Fernduell mit den Iguanas aus München um den letzten noch freien Platz im Playoff-Viertelfinale. Punktgleich haben dabei die Hessen mit dem besseren direkten Vergleich hauchdünn die Nase vorne, doch die Bayern stehen beim weiterhin sieglosen Schlusslicht Köln vor einer vermeintlich leichteren letzten Aufgabe, als die Wiesbadener beim Tabellenzweiten in Wetzlar.

Bereits im Hinspiel hatte der RSV Lahn-Dill Anfang Dezember mit 69:51 den siebten Erfolg in siebten Hessenderby gegen die Dickhäuter eingefahren. Nach einer schwachen Hinrunde, ist die Mannschaft von Trainer Sven Eckhardt jedoch im neuen Jahr bestens aus den Startlöchern gekommen und richtig durchgestartet. Vier der letzten fünf Punktspiele konnte die Wiesbadener teils deutlich für sich entscheiden. Damit reisen die Rhinos mit viel Selbstbewusstsein nach Mittelhessen, zumal ihr Team selbst eine Note dieser Region besitzt. Der Ex-Hannoveraner Nationalspieler Philipp Schorp ist als gebürtiger Marburger ebenso Mittelhessen, wie der vor Weihnachten aus dem ostwestfälischen Rahden an den Rhein gewechselte Mark Beissert. Der Center stammt aus Wetzlar und hat einst beim RSV Lahn-Dill II das Ein-Mal-Eins des Rollstuhlbasketballs erlernt.

Für Kapitän Michael Paye & Co. wird vor allem entscheidend sein, das Trio Hopp-Güntner-Amacher in Reihen der Wiesbadener zu kontrollieren. Andre Hopp und Centerkollege Matthias Güntner sind mit 14,8 bzw. 13,5 Punkten pro Partie die beiden gefährlichsten Offensivkräfte, dicht gefolgt vom schweizerischen Nationalspieler Maurice Amacher mit durchschnittlich 12,9 Zählern. Mit den beiden erwähnten Schorp und Beissert, den beiden Nationalspielerinnen Svenja Mayer und Marina Mohnen oder dem ehemaligen Junioren-Auswahlspieler Marvin Malsy, stehen im Kader der Rhine River Rhinos weitere interessanten Namen.

Text: Andreas Joneck

Aktuelle News