Roller Bulls Ostbelgien empfangen Rollers aus Zwickau

Veröffentlicht: 14.03.2019 Roller Bulls Ostbelgien

Roller Bulls Ostbelgien empfangen Rollers aus Zwickau

Foto: Gerd Hennen

RBBL startet am Sonntag in die Playdowns - Roller Bulls Ostbelgien empfangen am Sonntag die Rollers aus Zwickau.

Die Finalphase der Meisterschaft in der 1. RBBL verlief für die Roller Bulls Ostbelgien alles andere als positiv. Vor allem das „Desaster-Wochenende“ mit zwei Niederlagen gegen die Tabellennachbarn aus Wiesbaden und Zwickau sorgte für einen moralischen Dämpfer, den es kurz vor Beginn der Playdowns abzulegen gilt. Wenngleich die Vorzeichen für die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer alles andere als rosig erscheinen, möchten sich die Roller Bulls mit Kampf und sportlicher Aggressivität gegen einen möglichen Abstieg stemmen.

Die Playdowns stellen ein Novum in der RBBL dar. Die vier Letztplatzierten BSC Roller Zwickau, Rhine River Rhinos Wiesbaden, Köln99ers sowie die Roller Bulls Ostbelgien treten in jeweiligen Hin- und Rückspielen gegeneinander an.

Playdowns als RBBL-Novum

Die Punkte der direkten Vergleiche aus der Meisterschaft werden hierbei berücksichtigt. Somit startet die Rote Laterne aus Köln punktlos in diese Endrunde, während Wiesbaden und Zwickau bereits 10 Punkte aufweisen. Die Roller Bulls nahmen die vier Punkte ihrer Siege gegen Köln mit in die Playdowns. Diese Vorgaben sind teils ernüchternd, klafft doch zwischen dem rettenden Tabellenufer bereits ein satter 6-Punkte-Abstand. Die beiden letztplatzierten der Playdowns steigen in die Zweitklassigkeit ab.

6-Punkte Rückstand auf das rettende Ufer

„Die Vorgaben sind zwar alles andere als hoffnungsvoll und rosig, aber wir werden alles daran setzen um vielleicht doch noch das Unmöglich möglich zu machen“, erklärte Stefan Veithen. Dies sei aber ein sehr schwieriges Unterfangen, da die Kontrahenten mitunter unter Profibedingungen trainieren und somit im Laufe der Meisterschaft an Spielpraxis, Physis und Automatismen hinzugewonnen haben. „Wir sind halt reine Amateure, die zwei Mal wöchentlich zusammen trainieren. Von Taktikschulung, Rekonvaleszenz, spezielles Krafttraining und so weiter kann bei uns keine Rede sein. Wir starten nach einer guten Saisonvorbereitung auch stets gut in die Saison, können uns aber dann aus Zeitgründen nicht entsprechend weiter entwickeln. Aus diesem Grund überholen uns die Teams meist zur Hälfte der Saison. Hinzu kommt in diesem Jahr auch noch die Tatsache, dass die 1. RBBL nur so mit hochkarätigen Teams gespickt ist. Wir bilden in allen Belangen eine Ausnahme, da die Rahmenbedingungen und auch das Budget bei uns nicht mit denen der Kontrahenten konkurrieren können. Wir machen alles aus Liebe zum Sport!“.

„Wir brauchen Siege gegen Zwickau und Wiesbaden“

Nichtsdestotrotz wird bis zum Abpfiff gekämpft, wenngleich zum Erreichen des Klassenerhaltes unbedingt Siege gegen Wiesbaden und Zwickau benötigt werden. „Ja, wenn wir den Punktabstand zu diesen beiden Teams minimieren möchten, sind Siege unabdingbar. Aus diesem Grund setzen wir auch bereits am Sonntag voll auf Angriff, denn wir möchten unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen. Im SFZ-Hexenkessel kann es immer wieder zu Überraschungen kommen. Das wissen auch unsere Gegner, die diese Partien gegen uns sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen werden“.
Gegen die Rollers aus Zwickau haben die Roller Bulls noch einiges gutzumachen. Das Auswärtsspiel in Zwickau spottete jeder Beschreibung, so dass Revanche oberstes Gebot sein dürfte. „Wir haben ein Grotten schlechtes Spiel abgeliefert. Niemand übernahm in Zwickau Verantwortung und man konnte schon von „Angsthasen-Basketball“ reden. Das muss vor heimischer Kulisse diesmal anders werden. Zwickau hat zwar Vorteile, doch reden wir hier keineswegs von einer unmöglichen Aufgabe. Das gesamte Team muss an einem Strang ziehen und wir müssen auch Verantwortung übernehmen. Hier sind vor allem die Führungsspieler gefragter denn je. Nur wenn wir das Glück erzwingen wird unsere Trefferquote sich auch irgendwann verbessern. Wir treffen im Training aus schier allen Lagen – das muss jetzt endlich auch im Spiel aufs Parkett gebracht werden. Ich wünsche mir, dass der Knoten während der Playdowns endlich platzt“, meinte Stefan Veithen weiter.

Fanunterstützung

Der Hochball im Sport- und Freizeitzentrum in St.Vith erfolgt am Sonntag um 14 Uhr. „Wir hoffen auf zahlreiche Fanunterstützung, damit wir das Ziel „Klassenerhalt“ doch vielleicht noch im Fotofinish schaffen werden“, so Headcoach Stefan Veithen abschließend. Im Parallelspiel treffen die Rhine River Rhinos auf die Köln99ers. Vielleicht können die Domstädter den Bulls indirekt Schützenhilfe leisten. (Quelle: grenzecho/gh)