Sieg für Osnabrück im Niedersachsenderby

Der RSC Osnabrück hat den Charaktertest gegen die 2. Mannschaft von Hannover United bestanden. Das Team von Trainer Dennis Nohl setzte sich mit 64:68 in der niedersächsischen Landeshauptstadt durch und konnte damit auch das Niedersachenderby der 2. Rollstuhlbasketball Bundesliga für sich entscheiden. Einen Spieltag vor Saisonende kann der RSC nicht von Rang drei in der Tabelle verdrängt werden.

Grundlage für den Erfolg war ein perfekter Start der Osnabrücker in die Partie. Nach 5:30 Minuten lagen die Gäste mit 0:10 in Führung. Das Ganze war schon sehr überraschend, weil die Nohl-Truppe in Hannover ohne ihren besten Werfer Martin Steinhardt auskommen mussten, der aus privaten Gründen nicht mit reisen konnte. Im Laufe des ersten Viertels entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem der RSC die Kontrolle behielt und mit einer Führung in die erste Pause ging (7:16).

Der zweite Abschnitt war umkämpfter. Hannover versuchte über ihren Center Heiko Müllers zurück in die Spur zu kommen. Der erfahrene Spieler stellte die RSCVerteidigung immer wieder vor Probleme, so dass Hannover den Rückstand in der Mitte des zweiten Viertels auf vier Punkte verkürzen konnte. Doch die Osnabrücker behielten einen kühlen Kopf und kamen über Würfe von Volker Greiwe und Patrick de Boer zu ihren Punkten. Bis zum Ende des zweiten Abschnitts erspielte sich das Team aus der Friedensstadt wieder einen Vorsprung von fünf Punkten (27:32).

Nach der Halbzeit hatte Hannover zeitweise einen guten Lauf. Osnabrück bekam die gegnerischen Rollstühle nicht gestoppt und erlaubte den Hausherren zu viele Freiheiten in der Verteidigung. In der Mitte des dritten Viertels ging die Mannschaft aus der Landeshauptstadt zum ersten mal in Führung. Coach Nohl nahm eine Auszeit und stellte sein Team neu ein, mit Erfolg. Hannover bekam wieder mehr Probleme in der Verteidigung, die dem RSC einfache Körbe ermöglichten. Die Führung wechselte jetzt fast nach jedem Korb. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende des dritten Viertels lag der RSC nur noch mit einem Zähler in Front (47:48).

Trainer Nohl machte seinem Team klar, dass es jetzt in die entscheidende Phase des Spiels gehen würde und die Worte von ihm fanden Gehör bei seiner Mannschaft. Die Osnabrücker kamen in einen guten Rhythmus und konnten sich wieder ein wenig absetzen. Teilweise waren es fünf Punkte Führung für den RSC. Doch Hannover United, die schon als sicherer Absteiger feststehen, wollten sich nicht geschlagen geben und hielten dagegen. Doch es half alles nicht mehr und die Osnabrücker entführen mit dem 64:68 Erfolg zwei Punkte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt und sind nun
nicht mehr von Patz drei in der 2. Rollstuhlbasketball Bundesliga zu verdrängen. „Der Schlüssel zum Sieg war heute, dass wir es geschafft haben die Punkte, die sonst Martin macht, auf den Rest des Teams zu verteilen“, erklärte Nohl nach dem Spiel.

Am kommenden Wochenende ist dann Paderborn zum letzten Heimspiel der Saison zu Gast. Mit den Ostwestfalen haben die Osnabrücker noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel kurz vor Weihnachten ging knapp verloren. Anpfiff ist um 19:00 Uhr in der Sporthalle am Goethering. Gleichzeitig steigt auch die Saisonabschlussfeier mit einer Tombola und tollen Preisen. Zu Gewinnen gibt es ein Trikot des VfL Osnabrück, Eintrittskarten für die Giro Live Panthers Osnabrück oder Kinogutscheine der Filmpassage. Jeder ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Text: RSC Osnabrück

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