Baskets 96 nach Traum-Auftritt vor Aufstieg

Das war ein Statement. In Spiel eins der Playoffs zur Bundesliga fegten die Baskets 96 Rahden ihren Gegner von der Platte. Gegen die SGK Rolling Chocolates aus Heidelberg feierten sie einen 82:34-Triumph.

Die heimischen Korbjäger gingen nach ihrer hervorragenden Saison mit 14 Siegen aus 14 Partien in der Nord-Staffel als Favorit in das Duell mit dem Zweiten der Süd-Staffel, doch die Playoffs haben – wie auch der Pokal – allzu häufig ihre eigenen Gesetze. In nur zwei Spielen kann man ein ganzes Jahr verspielen. Deshalb galt es, von der ersten Minute an hellwach zu sein. Zu Beginn war das in den Reihen der Rahdener ein Spieler, der bisher noch nicht so in Szene getreten war: Quinten Zantinge. Der Niederländer erzielte vier seiner insgesamt zwölf Punkte in den ersten zwei Minuten, warf gemeinsam mit Nermin Hujic die 8:2-Führung heraus. Hujic war es auch, der die letzten beiden Körbe zum 14:10-Zwischenstand nach dem ersten Viertel erzielte. Im zweiten Viertel setzten sich die Baskets 96 dann schon vorentscheidend ab. Vor allem dank der starken Defense wurde das 31:16 zur Halbzeit herausgespielt.

„Trotz der komfortablen Führung konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich zufrieden sein“, resümierte Baskets-Akteur Tarik Cajo. Die Begründung: „Unsere Trefferquote war schwach. Wir haben deutlich zu viele Möglichkeiten liegengelassen.“ Im dritten Abschnitt torpedierten die Rahdener diese Statistik dann, ließen den Heidelbergern überhaupt keine Chance und entschieden das Viertel mit 25:4 (!) für sich. Trainer Josef Jaglowski zeigte sich angetan: „Da haben wir endlich unser Spiel durchgezogen. So stellen wir uns das vor.“ Auch im Schlussabschnitt ließen die Baskets nicht locker, sondern legten erneut einen 26:14-Zwischenlauf zum 82:34-Kantersieg hin. Beeindruckend auch die Punkteverteilung: Neun der zehn eingesetzten Akteure punkteten, gleich drei Spieler trafen zweistellig.

Auch dank dieser Variabilität ist der erste Schritt getan. Kaum jemand hegt nach Spiel eins noch einen Zweifel daran, dass sich die heimischen Korbjäger den Aufstieg noch nehmen lassen. Auch Baskets-Präsident Stephan Rehling zeigt sich optimistisch: „Die Mannschaft zieht das durch. Da bin ich mir ganz sicher. Und dann können wir kommenden Samstag endlich feiern.“ Sollte Rahden es in Spiel zwei – entgegen aller Erwartungen – noch nicht schaffen, dann würde tags darauf das entscheidende dritte Duell stattfinden. Doch daran verschwendet nach der Gala in Heidelberg kaum jemand einen Gedanken.

Die Scorer: Korkmaz (16), Hujic (15), Zantinge (12), Cajo (9), Morsinkhof (9), Kramer (8), Fakic (7), Stafford (4), Gaskell (2), Kaijen.

Text: Adrian Rehling

Aktuelle News