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Für den RSV Lahn-Dill soll der Weg ins Finale führen

Das Ziel für den RSV Lahn-Dill ist klar formuliert, am Wochenende soll der Einzug in die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht werden. Hierzu nötig ist ein weiterer Sieg in der Semifinalserie gegen den Konkurrenten BG Baskets Hamburg und dies in der heimischen August-Bebel-Sporthalle. Nach dem 81:67-Erfolg an der Elbe können die Mittelhessen bereits am Samstag um 19:30 Uhr den Sack in der „best-of-three“ Serie mit einem Heimsieg zumachen. Sollte dem Gast aus der Hansestadt jedoch in Spiel zwei der 1:1-Ausgleich nach Siegen gelingen, dann käme es bereits am Sonntag um 16 Uhr an gleicher Stelle zum dann alles entscheidenden dritten Duell gegen die Norddeutschen.

Doch dazu möchte es die Mannschaft des Trainergespanns Janet McLachlan und Günther Mayer am liebsten gar nicht erst kommen lassen. Die Chance mit einem Heimsieg am Samstagabend bereits vorzeitig die Fahrkarte für die Endspiele buchen zu können, ist für den 13-fachen Meister zu verlockend, als sich dies nicht als klares sportliches Ziel auszugeben. Doch genau in dieser Einschätzung liegt auch die Gefahr im Duell mit der BG Baskets Hamburg, die ein gefährlicher Gegner sind, der jegliche Unterschätzung eiskalt bestrafen kann.

Während die RSV-Defensive in den vergangenen beiden Jahren stets den israelischen Center Asael Shabo gut im Griff hatte, gelang dies bei dessen japanischen Kollegen Reo Fujimoto nicht immer. Der Landsmann von RSV-Akteur Hiroaki Kozai ist daher besonders im Fokus von Cheftrainerin Janet McLachlan. Aber auch der russische Center Vasily Kochetkov oder der iranische Routinier Alireza Ahmadi sind mit ihrer hohen Qualität in der Lage jeden Gegner empfindlich zu treffen. Nach den Abgängen der beiden US-Amerikaner Ryan Neiswender und Derek Hoot zum Jahresbeginn sowie dem Ausfall von Nationalspielerin Mareike Miller, besitzt BG-Head Coach Holger Glinicki zwar einen quantitativ kleinen, aber mit dem Polen Marcin Balcerowski, dem Japaner Mitsugu Chiwaki, der deutschen Nationalspielerin Anne Patzwald oder dem iranischen Neuzugang Saman Balaghi auch einen qualitativ hochwertigen Kader.

Die Marschroute der Wetzlarer Rollis ist davon jedoch vollkommen unabhängig, denn die Konzentration soll auf den eigenen Stärken und nicht auf dem Kontrahenten liegen. Mit viel Druck aus der eigenen Defensive heraus, will der RSV das Geschehen in eigener Halle kontrollieren und dominieren, um am Ende möglichst über den Einzug in die Finalserie jubeln zu können. Bei einem Erfolg gegen die Hanseaten träfen die Wetzlarer dort auf den Sieger des Duells zwischen den Doneck Dolphins Trier und Titelverteidiger Thuringia Bulls, der wie Lahn-Dill durch einen 88:63-Erfolg an der Mosel bereits mit 1:0 nach Siegen in Front liegt.

Text: Andreas Joneck

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