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Köln: Im letzten Viertel den Faden verloren

Köln 99ers haben im letzten Heimspiel der Saison gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden mit 45:60 das Nachsehen.

Auch im letzten Heimspiel der Saison sollte es kein Erfolgserlebnis für die Kölner Rollstuhlbasketballer geben. Mit 45:60 verloren die 99ers die Partie in den Playdowns der RBBL. Topscorer der Kölner war Youngster Paul Jachmich mit 16 Punkten.

Head Coach Mat Foden war vor allem mit dem letzten Abschnitt nicht zufrieden: „Wir haben im letzten Viertel die falschen Entscheidungen getroffen und den Rhythmus verloren. Ich freue mich für unser Eigengewächs Paul Jachmich der heute Topscorer war. Obwohl er seine ersten drei Würfe nicht getroffen hat, kam er im Verlauf der Partie immer besser ins Spiel. Wir freuen uns über solche positiven Entwicklungen junger Spieler.“

Ohne die Verletzten Jontee Brown und Marten Lilja begannen die 99ers konzentriert. Foden schickte mit Kapitän Gijs Even, Youngster Paul Jachmich, Hillevi Hansson, Olle Svensson und Frederic Jäntsch seine Starting Five ins Rennen. Obwohl in der Offensive nicht alles klappte, hatten die Kölner in der Verteidigung den Gegner im Griff. Beide Teams gingen mit einer hohen Intensität zu Werke. Der Head Coach der Kölner schien zufrieden mit dem Verlauf und sah keine Veranlassung zu Wechseln. Somit gingen die 99ers mit 13:9 ins zweite Viertel.

Frederic Jäntsch erhöhte mit den ersten Punkten an der Freiwurflinie zum 16:11. Dieser Vorsprung sollte allerdings nicht allzu lange halten. Mit der Einwechslung von Timo Bergenthal und Harry Blyth für Jäntsch und Svennson bekam das Spiel der 99ers einen kleinen Dämpfer. Aus dem 5-Punkte-Vorsprung wurde innerhalb kürzester Zeit ein 16:19-Rückstand. Das Fehlen des Centers Jäntsch unter den Brettern war deutlich zu spüren. Foden korrigierte die Auswechslung beim Stand von 18:21 wieder und es entstanden dadurch mehr Freiräume für Kapitän Gijs Even. Die Folge: 5 Punkte der 99ers und eine 21:19-Führung. Gijs Even fand während der ersten Halbzeit immer besser in die Partie und legte schon zur Halbzeit ein Double Double auf (12 Punkte und 10 Rebounds). Mit einer 26:23-Führung verabschiedeten sich die Teams zur Halbzeit in die Kabinen.

Im dritten Abschnitt sorgte Dauerbrennerin Hillevi Hansson für den ersten Kölner Korberfolg. Paul Jachmich legte mit jeweils zwei erfolgreichen Würfen aus der Nahdistanz vier weitere Punkte nach. Doch so langsam fanden die Go-to-Guys der Gäste ihren Rhythmus. Maurice Amacher und André Hopp ließen sich nicht abschütteln und fanden immer wieder zurück in die Partie. Hopp war es dann, der durch zwei verwandelte Freiwürfe für die erste Führung der Rhine River Rhinos sorgte. Die 99ers bliebe über vier Minuten ohne Korberfolg und mussten zusehen, wie die Gäste auf 39:34 davonzogen. Paul Jachmich erlöste die Gastgeber mit einem erfolgreichen Layup. Harry Blyth verkürzte mit einem Buzzerbeater zum 38:40 aus Sicht der Domstädter. Das Spiel war weiterhin offen und das trotz Null Punkte von Kapitän Gijs Even in diesem Viertel. Ungewöhnlich für den sonst stets präsenten Niederländer.

Im letzten Viertel nahmen die Rhinos das Heft in die Hand und erspielten sich eine 48:39-Führung (35. Minute). Bei den 99ers ging kein Ball mehr durch die Reuse. Einfache Layups fanden nicht ins Ziel, Freiwürfe wurden nicht verwandelt und so verloren die Kölner den Anschluss. Die ersten Punkte aus dem Feld machten die 99ers erst drei Minuten vor Schluss. Zu spät, um das Spiel noch spannend zu machen.

Text: Köln 99ers

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