Rhine River Rhinos können gegen Trier nicht punkten

Veröffentlicht: 04.10.2019 Rhine River Rhinos Wiesbaden

Rhine River Rhinos können gegen Trier nicht punkten

Foto: Steffie Wunderl

Auch am zweiten Spieltag der Saison bleiben die Dickhäuter aus Wiesbaden ohne Punkte. Nach einem harten Spiel auf Augenhöhe müssen sich die Rhine River Rhinos den DONECK Dolphins Trier mit 75:81 geschlagen geben.

Dem heimischen Publikum wurde am Tag der Deutschen Einheit ein starkes Basketballspiel präsentiert, das nicht nur die stetig steigende Leistungskurve der Rhinos bewies, sondern auch echte Werbung für den inklusivsten Sport der Welt. Manager Mirko Korder zeigt sich trotz der Niederlage begeistert: „Partien wie diese gegen Trier sind der Inbegriff dafür, warum wir und unsere Zuschauer diesen Sport so sehr lieben. Das Spiel hätte eigentlich zwei Gewinner verdient. So etwas gibt es im Basketball leider nicht, es kann nur einer gewinnen. Trier hat am Ende das glücklichere Händchen bewiesen. Wir sagen Glückwunsch, bedanken uns bei den gut 200 Fans in der Halle, die uns tatkräftig angefeuert haben und freuen uns jetzt schon aufs Rückspiel.“

Das Spiel begann zunächst ganz im Sinne der Dickhäuter. Jim Palmer konnte nach 34 Sekunden Spielzeit die ersten zwei Punkte einnetzen und mit Freiwürfen und weiteren Abschlüssen den ersten Vorsprung erarbeiten (5:2). Kontinuierlich arbeiteten die Rhinozerosse weiter am von Trainer Eckhardt gesteckten Gameplan und konnten sich so mit sieben Punkten absetzen (11:4). In der Defense gelang es zwar, Dirk Passiwan als Schlüsselspieler des Trierer Angriffs unter Kontrolle zu halten, Diana Dadzite war es dann allerdings zu verdanken, dass die Delfine sich kontinuierlich wieder an das Punktepolster heran arbeiteten. So hieß es nach 10 Spielminuten 15:14.

Mit Beginn des zweiten Viertels mussten die Rhinos dann erstmals die Führung abgeben (15:16). Doch so schnell war der Kampfgeist nicht gebrochen und das Spiel entwickelte sich zu einem wilden Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich auf dem Feld keinen Zentimeter. Während die Rhinos sich zur Mitte des Viertels noch einmal eine fünf Punkte Führung heraus kämpfen konnten, ging es zur Halbzeit mit einer knappen Führung für Trier (33:34) in die Kabine.

Das dritte Viertel stand dann wieder ganz im Zeichen der Wiesbadener, die sich mit viel Ehrgeiz die Führung zurück eroberten. Erneut stand bei Minute 28:17 eine Führung von plus Sieben auf der Anzeigetafel, die Hoffnungen auf den Sieg schürten. Diesmal waren es allerdings Ryan Wright und Correy Rossi, die alles für ihre Mannschaft in die Waage warfen und sich zurück kämpften. Mit 56:53 ging das Viertel dennoch an die Nashörner.

Im letzten Viertel hatten die Rhinos dann leider die Rechnung nicht ohne Dirk Passiwan gemacht, der endlich ein Mittel gegen die starke Defense der Dickhäuter gefunden hatte und seine Mannschaft kontinuierlich nach vorne schoss. So reichte es am Ende nicht mehr um sich zurück zu kämpfen und die Rhinos mussten sich mit 75:81 geschlagen geben.

Trainer Sven Eckhardt zeigte sich dennoch zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben uns heute toll präsentiert und uns deutlich gesteigert. 35 Minuten hatten wir das Spiel unter Kontrolle, aber Trier und vor allem Dirk Passiwan hatten eine sehr hohe Wurfquote im vierten Viertel und teilweise das nötige Quäntchen Glück. Wir blicken nun aber zuversichtlich auf unsere Aufgabe in München!“ Jim Palmer ergänzt: „Wir haben das Spiel mit einer hohen Intensität begonnen und konnten das im gesamten Spiel halten. Es war ein schweres, aber auch großartiges Spiel. Auch wenn wir verloren haben, bin ich sehr stolz auf das gesamte Team. Jetzt müssen wir nur weiter darauf aufbauen und noch stärker werden.“

Für die Rhinos spielten und punkteten: Maurice Amacher (21 Punkte, 4 Rebounds, 14 Assists), Matthias Güntner (18 Pts, 7 Reb, 3 Ast), Andre Hopp (19 Pts, 11 Reb, 1 Ast), Svenja Mayer (2 Reb, 1 Ast), Jim Palmer (9 Pts, 4 Reb, 3 Ast), Nicola Damiano (2 Pts, 3 Reb, 1 Ast), Patrick de Boer (1 Reb), Gijs Even (4 Pts, 1 Reb) und Marvin Malsy (2 Pts, 2 Ast).

Schon am Samstag, 05.10. 2019 um 16:30 Uhr geht es in der englischen Woche für die Rollstuhlbasketballer in München gegen die RBB München Iguanas weiter. Dort sind es vor allem Florian Mach (4,5) und Kim Robins (3,0), die das Spiel bestimmen und punktegefährlich sind. Aber auch der israelische Neuzugang Eliyahu Ziv (4,5) ist nicht zu unterschätzen.

Text: Steffie Wunderl