Gipfeltreffen: Thuringia Bulls gegen RSV Lahn Dill

Veröffentlicht: 21.11.2019 RSB Thuringia Bulls

Gipfeltreffen: Thuringia Bulls gegen RSV Lahn Dill

Foto: Michael Helbing

Der mit Spannung erwartete Liga Gipfel in der Rollstuhlbasketball Bundesliga steht an: Der Zweite der Tabelle, die Thuringia Bulls, empfängt den Ersten, den RSV Lahn Dill.

Auf hessisch: reist die Rollstuhlbasketball Hauptstadt Wetzlar in den Osten nach Elxleben im Großraum Erfurt. Egal welche Überschrift man wählt, es ist das Aufeinandertreffen von zwei europäischen Spitzenteams mit zahlreichen Weltklasseathleten und damit das Maß der Dinge in der Sportart Rollstuhlbasketball. Dementsprechend ist das Interesse an diesem Spiel einzigartig, was die Sportart überdurchschnittlich in den Focus der Öffentlichkeit rückt. Livestream auf Sportdeutschland TV und Nachbericht im öffentlich rechtlichen MDR macht die „Teilhabe“ europaweit möglich.

Rein sportlich unterscheiden sich beide Teams in der Offense und Defense nicht nennenswert und Lahn Dill hat vor allem im großen Spielerbereich deutlich nachgebessert. Nach acht erfolgreichen Spieltagen ist der Saison Score ( 714:405 gegen 710:408 ) nahezu identisch, was keines der beiden Teams so richtig zum Favoriten erklärt und die beiden Coach’s leben von Überkreuzvergleichen ohne große Aussagekraft. Die Thüringer, im dritten Jahr mit nahezu dem gleichen Kader, stehen einem auf sechs Positionen veränderten Rekordmeister aus Wetzlar gegenüber. Die hessische Rollstuhlbasketball GmbH hat tüchtig den internationalen Markt beackert, um den Thüringer Emporkömmling wieder auf den Ehrenplatz zu verweisen und die Grundordnung im Rollstuhlbasketballkosmos wieder herzustellen.

Während bei den Lahnstädtern der Eingewöhnungsprozess der Neuen aus aller Welt relativ reibungslos verläuft, haben die Bullen in den vergangenen Monaten einige Verletzungen zu beklagen, die Coach Engel immer wieder zum Improvisieren zwingt; so auch am letzten Freitag mit dem schweren Trainingsunfall von Vahid Azad, der damit für den Liga Kracher und den Rest der Saison ausfallen wird. „Am Ende interessiert das Drumherum niemanden und die Wahrheit liegt auf dem Spielfeld“, so ein philosophischer Michael Engel. „Egal was passiert, meine Aufgabe ist es, die vorhandenen Spieler gut auf die jeweils folgende Aufgabe einzustellen. Das ist uns trotz aller Widrigkeiten in dieser Saison sehr gut gelungen und zeigt, welche unglaubliche Qualität in unserem Kader steckt. Bis zum Höhepunkt der Saison ab Ende Februar ist es noch ein wenig Zeit und da wird es, im Gegensatz zum Samstag, um die begehrten Titel gehen“, gibt sich Coach Engel gewohnt entspannt.

Wenn es am Samstag, 18:00 Uhr, im Fit-In in Elxleben zum Hochball kommt, wird die Tagesform ein entscheidender Faktor sein und alle Freunde der Sportart können Spitzensport auf allerhöchstem Niveau erwarten. Die Halle in Elxleben ist bereits bis auf den letzten Platz gefüllt und es stehen keine Eintrittskarten mehr zur Verfügung, was eine Anreise ohne Eintrittskarte ausschließen sollte.

Das Aufgebot: Jake Williams, Matt Scott,Karlis Podnieks, Jens Albrecht, Jitske Visser, André Bienek, Alex Halouski, Teemu Partanen.

Text: Lutz Leßmann