Baskets 96 träumen von der Pokal-Sensation

Veröffentlicht: 09.12.2019 Baskets 96 Rahden 2

Baskets 96 träumen von der Pokal-Sensation

Foto: Baskets Rahden

Viertelfinale, Zweitligist trifft auf Erstliga-Vierten, klar verteilte Rollen.

Dennoch wollen die Baskets 96 Rahden II sich nicht einfach in ihrer Position als Außenseiter geschlagen geben. Gegen Hannover United (Samstag, 14 Uhr) kann immerhin der Final-Four-Traum in Erfüllung gehen.

„Wir können völlig befreit aufspielen“, zeigt sich Trainer Josef Jaglowski extrem locker. Er vertritt den krankheitsbedingt fehlenden Chefcoach der zweiten Mannschaft Frits Wiegmann an der Linie, kennt den Gegner aus Niedersachen auf Grund vieler Duelle in der jüngsten Vergangenheit bestens.

In Erinnerung geblieben ist vor allem die Nervenstärke von United. Nahezu alle Begegnungen waren knappe Angelegenheiten, in der Mehrzahl behielt Hannover die Oberhand. So auch im Erstliga-Aufeinandertreffen der beiden ersten Mannschaften, als die Niedersachsen nach einem Krimi mit 65:63 gewannen.

Allerdings: „Damit es dieses Mal überhaupt eng zur Sache gehen kann, müssen wir schon eine außerordentliche Leistung abliefern“, weiß Baskets-Akteur Tarik Cajo. Auf Grund der Pokal-Regularien können bereits in der ersten Mannschaft eingesetzte Spieler nicht auch in der Reserve auflaufen, sodass der Kader nur sechs Akteure umfasst.

Diese haben die Aufgabe, die Schaltzentrale der Gäste aus dem Konzept zu bringen. Ein schweres Unterfangen, gehört Joe Bestwick doch zu den besten Scorern der Bundesliga. So zu sehen auch bei der jüngsten, über lange Zeit engen 54:71-Niederlage gegen Liga-Primus Thuringia Bulls.

Bringt die Rahdener Reserve den Gegner allerdings mit dem gewohnt variablen Spiel mit reichlich Ballzirkulation in Bewegung, dann scheint die United-Defense durchaus anfällig. Ein Fakt, den die heimischen Baskets durchaus wahrgenommen haben. „Unser Vorteil ist, den Gegner diese Saison gefühlt – dank der Ersten – schon gespielt zu haben. Er uns aber nicht. Diesen Erfahrungsvorteil wollen wir irgendwie in die Sensation ummünzen“, sagt Jaglowski. Dennoch sagt er ganz deutlich: „Wir sind der klare Außenseiter.“

Trotzdem könnte Rahdens Präsident Stephan Rehling besserer Laune nicht sein. „Es ist zwar etwas kurios, dass nun die Zweite den Final-Four-Traum wahrmachen kann. Aber warum nicht? Wir haben von Beginn an gesagt, dass wir zwei Mannschaften auf hohem Niveau stellen wollen. Denn: Jeder unserer Spieler beziehungsweise Spielerinnen hat den Anspruch, in der Bundesliga-Mannschaft zu agieren. Und genau auf diesen Effekt setzen wir. Träumen ist immer erlaubt.“

Text: Adrian Rehling