Nichts zu holen gegen Serienmeister RSV Lahn-Dill

Veröffentlicht: 12.02.2020 Rhine River Rhinos Wiesbaden

Nichts zu holen gegen Serienmeister RSV Lahn-Dill

Foto: Steffie Wunderl

Für die Rhine River Rhinos gibt es am Samstag im Hessenderby nichts zu holen. Mit 78:37 verlieren die Rhinozerosse gegen den Serienmeister aus Wetzlar.

Trotz gutem Start können die Rhinos nicht über 40 Minuten mithalten und müssen so ohne Punkte die Heimreise antreten.

Zunächst beginnt das Spiel gut. Matthias Güntner entscheidet den Hochball für sein Team und Gijs Even kann die ersten Punkte des Spiels einnetzen. Es entwickelt sich ein Spiel auf Augenhöhe, das sich durch Schnelligkeit und eine starke Defense Leistung auf beiden Seiten auszeichnet. Die Rhinos beweisen ihren Kampfgeist und überzeugen mit Treffsicherheit und begeistern mit einigen Steals und Rebounds. Brian Bell ist es dann, der mit einem Drei-Punkte-Wurf die erste Duftnote setzt, die den RSV mit sieben Punkten in Führung bringt. 21:14 steht es nach zehn gespielten Minuten.

Das zweite Viertel beginnt erneut stark. Die Defense Leistung ist weiterhin gut, so dass nach einem ersten Korb von Jim Palmer (Minute 10:36) beinahe zwei Minuten vergehen bis die nächsten Punkte fallen (Michael Auprince, Minute 12:15). Auf Wiesbadener Seite scheint sich der Korb immer weiter zuzunageln. Der Serienmeister zwingt die Dickhäuter zu immer schwierigeren Würfen, die ihr Ziel nicht finden wollen. Auch wenn die Rhinos alles daran setzen, sich dem RSV entgegen zu werfen, beginnen sie im Verlauf des Viertels zu straucheln. So setzen sich die Gastgeber nach 20 gespielten Minuten mit 39:22 ab.

Vor dem verflixten dritten Viertel sind die Dickhäuter auch in Wetzlar nicht gefeit. Zurück aus der Pause drücken die Gastgeber dem Spiel endgültig ihren Stempel auf und ziehen bis zu Minute 23:47 auf 26 Punkte Vorsprung davon. Und doch gelingt den Rhine River Rhinos zumindest immer wieder, den RSV Lahn-Dill mit ihrer Defense Leistung auf Trab zu halten. Beinahe vier Minuten halten sie den Serienmeister vom Punkten ab, können leider allerdings in dieser Zeit selbst nur zwei Punkte einnetzen. Mit 58:27 geht es ins letzte Viertel.

Auch im letzten Viertel geben die Rhinos nicht auf, laufen allerdings weiterhin dem deutlichen Vorsprung der Hausherren hinterher. Aufgeben ist kein Wort, das im Vokabular der Wiesbadener vorkommt. Dennoch ist die gesammelte Klasse und Banktiefe des Serienmeisters eine Herausforderung, der die Rhinozerosse noch nicht ganz gewachsen sind. Auch wenn das Ergebnis – 78:37 – deutlich höher ausfällt als angestrebt, können die Rhinos an einem solchen Spiel nur weiter wachsen und wichtige Erkenntnisse für die kommenden Spiele gewinnen. Vor allem mit ihrer starken Defense Leistung konnten sie die Hausherren durchaus an ihre Grenzen bringen. Ihr Platz in den Playoffs ist ihnen – auch dank des Siegs der Baskets 96 Rahden über die DONECK Dolphins Trier – weiterhin sicher.

Trainer Sven Eckhardt resümiert das Spiel: „Leider haben wir nach dem guten Start in das Spiel nicht über die gesamte Spielzeit mithalten können und so dann auch in der zweiten Halbzeit komplett den Faden verloren. Wir können aber als Mannschaft aus solchen Spielen viel lernen und für die nächsten spannenden Wochen einiges mitnehmen.“ Lowpointer Jim Palmer holt weiter aus: „Wir haben heute gegen ein sehr starkes Lahn-Dill Team gespielt, die gerade sehr erfolgreich vier Siege in vier Spielen im Champions Cup eingefahren haben. Wir sind stark ins Spiel gestartet und haben eine gute Offense und Defense gespielt. Das konnten wir fast die gesamte erste Hälfte halten, aber mit der Zeit begann Lahn-Dill ihren Abstand durch starke Schüsse von Brian Bell und Thomas Böhme zu vergrößern. Wir haben als Team 40 Minuten lang gekämpft. Selbstverständlich ist das nicht die Niederlage, die wir wollten. Aber es ist jetzt wichtig, dass wir uns wieder aufrappeln und eine intensive und produktive Trainingswoche bestreiten um uns auf unser letztes Heimspiel vor den Playoffs vorzubereiten.“

Für die Rhinos spielten und punkteten: Matthias Güntner (8 Punkte), Gijs Even (7), Jim Palmer und Patrick de Boer (jeweils 6), Maurice Amacher (5), Andre Hopp (3), Nicola Damiano (2), Svenja Mayer und Marvin Malsy.

Am nächsten Samstag, 15.02.2020 steht ein ganz besonderer Spieltag für die Rhine River Rhinos auf dem Programm. Erstmals findet das Heimspiel gegen Hannover United in der Halle am Platz der Deutschen Einheit statt. Hochball ist um wie gewohnt um 17 Uhr.

Text: Steffie Wunderl