Der RSV-Lieblingswettbewerb steigt in Hannover

Veröffentlicht: 26.02.2020 RSV Lahn-Dill

Der RSV-Lieblingswettbewerb steigt in Hannover

Foto: Armin Diekmann

Ungewöhnlich früh im Jahr fällt bereits am Wochenende die erste Titelentscheidung der laufenden Saison. Im DRS-Pokal wartet am Wochenende das Final Four in Hannover mit den beiden Halbfinalspielen am Samstag und dem 36. Endspiel um den Deutschen Pokal am Sonntag.

Zum 24. Mal in Serie mit dabei ist Rekord-Pokalsieger RSV Lahn-Dill, der am Samstag um 15 Uhr im Semifinale auf die BG Baskets Hamburg trifft. Nur drei Stunden später greift Gastgeber und Lokalmatador Hannover United ins Geschehen ein und steht dabei Titelverteidiger RSB Thuringia Bulls gegenüber.

Hintergrund für den frühen Termin sind die Paralympischen Spiele im Spätsommer dieses Jahres in der japanischen Hauptstadt Tokio und eine damit verbundene längere Vorbereitungsphase für die beiden deutschen Nationalmannschaften auf ihrem Weg nach Fernost. Für die vier qualifizierten Teams aus Elxleben, Hamburg, Hannover und Wetzlar ist die Terminierung dabei nebensächlich, freuen sie sich doch auf die erste Titelentscheidung des Jahres in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der Weg dorthin und das Ergebnis der Generalprobe am vergangenen Wochenende waren jedoch bei den beteiligten Klubs durchaus unterschiedlich.

Lahn-Dills Halbfinalgegner aus Hamburg musste in eigener Halle eine deutliche 55:91-Klatsche gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden einstecken, bei der die Norddeutschen ohne ihren Topspieler Reo Fujimoto auskommen mussten. Ungeachtet dieser Personalie gehen Michael Paye & Co. am Samstag um 15 Uhr als Favorit in das Duell mit dem Deutschen Meister aus dem Jahre 1982. Bereits in der Liga konnten die Mittelhessen Anfang Oktober in Wetzlar mit 86:51 und im Dezember an der Elbe mit 94:76 zwei klare Erfolge gegen die BG Baskets einfahren. Neben dem japanischen Center ist vor allem der Iraner Mojtaba Kamali, der durchschnittlich 21,9 Punkte pro Partie für die Hamburger erzielen konnte, der gefährlichste Akteur der Hanseaten.

Im laufenden Wettbewerb treffen die Norddeutschen sogar bereits zum zweiten Mal auf den RSV Lahn-Dill, denn in der ersten Hauptrunde mussten die Hamburger zum Regionalligisten RSV Lahn-Dill II nach Wetzlar reisen, gewannen dort souverän mit 86:43 und qualifizierten sich in der Folge mit Siegen über Zweitligist RSV Basket Salzburg (77:55) und Erstligist BSC Rollers Zwickau 69:60 für das Final Four in Hannover, wo sich nun der Kreis gegen die Lahn-Diller schließt.

Der 14-malige Pokalsieger aus Wetzlar buchte das Ticket für die Pokalendrunde durch Erfolge über den Drittligisten RSV Bayreuth (92:25) sowie die beiden Ligakonkurrenten RBB München Iguanas (77:49) und Rhine River Rhinos Wiesbaden (83:45). Der Deutsche Pokal darf dabei als der Lieblingswettbewerb der Mittelhessen bezeichnet werden. Seit 1997 steht der RSV Lahn-Dill durchgehend in Final Four und erreichte bei bisher 23 Teilnahmen stolze 18-mal das Endspiel. Rekordwerte, die in der 36-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs kein anderes Team erzielen konnte. Der letzte Pokaltriumph gelang im Jahr 2018, als Michael Paye & Co. im Halbfinale die Thuringia Bulls und im Endspiel den diesjährigen Gastgeber Hannover bezwingen konnten. Im vergangenen Jahr ging der Titel dann die Thüringer, gegen die der RSV im Finale von München bereits 71:66 (38.) führte, ehe ihm der Cup mit 71:72 doch noch aus den Händen glitt.

In diesem Jahr treffen die Ostdeutschen in ihrem Halbfinale, drei Stunden nach dem Auftritt der Wetzlarer, auf den Gastgeber Hannover United. Die Niedersachsen sind im laufenden Wettbewerb die Reise-Minimalisten im DRS-Pokal. In der ersten Hauptrunde ging es ins nur rund 120 Kilometer südwestlich gelegene Paderborn, im Viertelfinale ins rund 60 Kilometer benachbarte Rahden und das Endturnier findet bekanntlich in eigener Halle statt. Entsprechend entspannt fielen die Ergebnisse gegen die Ahorn Panthers Paderborn (102:23), die Köln 99ers (68:23) und die Baskets 96 Rahden II (79:35) aus. Der Titelverteidiger aus Elxleben qualifizierte sich dagegen mit Erfolgen über die Ulmer Sabres (132:41), den RSKV Tübingen (138:41) und Ligakonkurrent Dolphins Trier (92:56) für das Final Four in Niedersachsen.

Text: Andreas Joneck