Barbara Groß ab Dezember bei den Rhine River Rhinos

Veröffentlicht: 26.10.2020 Rhine River Rhinos Wiesbaden

Barbara Groß ab Dezember bei den Rhine River Rhinos

Foto: Steffie Wunderl

Die Rhine River Rhinos verkünden erfreut, dass Barbara ‚Babsi‘ Groß ab Dezember in den Farben der Dickhäuter aufs Parkett rollen wird.

Die 26-jährige beendet derzeit ihren Bachelor in Marketing an der Universität von Alabama, wo sie gemeinsam mit Neuzugang Arinn ‚Juice‘ Young die letzten vier Jahre auf Korbjagd ging und drei Meisterschaftstitel gewann.

Die Nationalspielerin konnte nicht nur international in ihrer Karriere als Nationalspielerin glänzen und wichtige Erfolge feiern (2015 Europameister Worcester, 2016 Silber Paralympics Rio, 2017 Silber Europameisterschaft Teneriffa, 2018 Bronze Heim-WM in Hamburg, 2019 Bronze Europameisterschaft Rotterdam), die RBBL ist kein unbekanntes Terrain für die gebürtige Gießenerin. Vor ihrem Wechsel an die University of Alabama rollte sie sowohl für den RSV Lahn-Dill wie auch die Mainhatten Skywheelers auf. Jetzt ist sie bereit dafür das nächste Kapitel ihrer Karriere zu schreiben und mit den Rhinos alles zu geben: „Ich freue mich mit den Rhinos in der ersten Liga angreifen zu können. Das Umfeld und die Möglichkeiten hier haben mich überzeugt! Nach so langer Zeit weg bin ich endlich wieder zuhause, freue ich mich wieder nach Hessen zurückzukommen.“

Manager Mirko Korder über das letzte Kader-Puzzlestück der Saison: „Ich bin sehr froh darüber, dass sich mit Barbara Groß, eine weitere junge Nationalspielerin und Paralympics Siegerin mit großem Potential für Wiesbaden entschieden hat, die uns schon jetzt mit ihren Stärken helfen kann. Solche Zugänge sind gleichzeitig auch ein guter Beleg dafür, dass wir hier offensichtlich etwas richtig machen.“

Groß ist eine der neun Athletinnen und Athleten, deren Behinderung vom Internationalen Paralympischen Kommittee als nicht mehr ausreichend für den paralympischen Wettbewerb eingestuft wurde. Auf ihre Spielfähigkeit auf nationaler und auch internationaler Clubebene hat das keine Auswirkungen. Die Nationalmannschaft hat Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt. „Als Verein stehen wir in der derzeitigen Situation im Konflikt mit dem IPC ganz hinter ihr und unterstützen sie gemeinsam mit Teamarzt Alexander Mayer nach besten Möglichkeiten,“ kommentiert Korder und positioniert sich damit klar hinter seiner Spielerin.

Bundestrainer Martin Otto spricht ebenfalls in höchsten Tönen von der routinierten 4.5 Punkte Spielerin: „Ich finde es richtig, dass sie sich erst einmal entschieden hat das Studium in Amerika zu beenden, damit sie einen Abschluss hat. Ich habe ihr empfohlen, danach nach Deutschland in die Bundesliga zurückzukehren. Ihre Stärken sehe ich in der Verteidigung, in ihrer Schnelligkeit und der Erfahrung. Mit den Rhinos hat sie einen tollen Verein gefunden.“

Text: Rhine River Rhinos / Steffie Wunderl