Saisonstart abgesagt: Münsterland kommt nicht in die United Arena

Veröffentlicht: 31.10.2020 Hannover United

Saisonstart abgesagt: Münsterland kommt nicht in die United Arena

Foto: Hannover United

Nun fällt der Saisonauftakt von Hannover United in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL1) doch aus.

Am Freitagnachmittag teilte der Gast BBC Münsterland telefonisch mit, nicht für das erste Saisonspiel am Sonntag in der United Arena anzureisen. „Die Absage von Münsterland ist legitim und für uns nachvollziehbar. Für die Spielerinnen und Spieler beider Teams tut es mir leid, weil der Spitzensport ein wichtiger Teil ihres Lebens ist und sie sich seit Monaten so intensiv und gesundheitsbewusst wie unter den derzeitigen Bedingungen möglich, vorbereiten“, sagte United-Coach Martin Kluck. Weil die Partie des zweiten Spieltags bei den BG Baskets Hamburg bereits verschoben worden ist, geht United – Stand heute – am 14. November (18 Uhr) im Heimspiel gegen die Baskets 96 Rahden in die neue Spielzeit. Doch was ist schon sicher in Corona-Zeiten?

Da die RBBL1 als Profisport gewertet wird und alle Teams aufwendig ausgearbeitete und von den jeweiligen Gesundheitsämtern genehmigte Hygienekonzepte vorlegen können, ist der Spielbetrieb unter den aktuellen Corona-Verordnungen der Bundesregierung und der Länder grundsätzlich erlaubt. „Wir sind mit unseren Maßnahmen, die Heimspiele frühzeitig bis mindestens Ende des Jahres ohne Publikum auf den Rängen durchzuführen, weit über die damaligen Anforderungen hinausgegangen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass wir mit dieser Entscheidung, die alternativlos war und ist, richtig liegen“, sagte United-Teammanager Udo Schulz. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir ohne Zuschauer in der Halle und mit unserem detaillierten Hygiene- und Lüftungskonzept eine Situation herstellen können, in der Rollstuhlbasketball in der United Arena in Corona-Zeiten möglich ist.“

Für Vereine und Liga sei es laut Schulz wichtig, die Spielzeit unter den größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen zu starten. Das ist offenbar auch „Common Sense“ unter den meisten Klubs, wie eine Videokonferenz am späten Donnerstagabend gezeigt hat. Sieben von zehn Teams stehen demnach zum Saisonstart, drei seien unsicher, teilte die RBBL am Freitag mit. „Das individuelle Sicherheitsbedürfnis von Spielerinnen, Spielern und Offiziellen steht über unseren Sicherheitskonzepten – das ist keine Frage“, so Schulz. „Wir müssen als Rollstuhlbasketball-Gemeinschaft eine Lösung finden, um eine verantwortbare Durchführung des Spielbetriebs zu ermöglichen. Da sind wir auch gegenüber unseren Nationalspielerinnen und Nationalspielern und den Nationalmannschaften in der Vorbereitung auf die Paralympics in Tokio in der Pflicht.“

Auch die Erstliga-Reserve spielt nicht. Die Mannschaft von Trainer Stefan Tilgner wäre nach Plan am Sonnabend beim RB Zwickau in die Spielzeit gestartet. Bei einer Videokonferenz am Donnerstagabend einigten sich die Vereine der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord und Süd und die RBBL darauf, den Start auf Anfang März zu verschieben. „Aufgrund der neuen und bundesweit geltenden Vorschriften rund um die Corona-Situation erscheint den Teams ein Start vor März 2021 nicht als realistisch“, hieß es in einer Mitteilung der Liga. „Die Entscheidung tragen wir voll mit“, sagte Teammanager Udo Schulz. „Wir haben Jugendliche in der zweiten Mannschaft, ein Teil unseres Team arbeitet in Gesundheitsberufen – da steht der Sport hintan.“