90:40-Heimsieg des RSV Lahn-Dill über Aufsteiger Frankfurt

Veröffentlicht: 20.12.2020 RSV Lahn-Dill

90:40-Heimsieg des RSV Lahn-Dill über Aufsteiger Frankfurt

Foto: Armin Diekmann

Co-Trainer Günther Mayer hat es auf den Punkt gebracht: „Wir haben uns sofort wohl gefühlt in unserem neuen Wohnzimmer“.

Gemeint hat der 51-Jährige damit die Rittal Arena Wetzlar, in der der RSV Lahn-Dill am Samstag nicht nur das erste Mal ein reguläres RBBL-Spiel bestritten hat, sondern auch einen klaren 90:40-Heimsieg (23:11/43:22/69:32) gegen die ING Skywheelers feiern konnte.

„Das war ein verdienter und gelungener Jahresabschluss für uns“, schwärmte Mayer auch Minuten nach der ersten Schlusssirene in der neuen Heimspielstätte, nicht nur über das erste Heimspiel seines RSV nach rund zehn Monaten, sondern vor allem über den souveränen Erfolg in einem tollen Ambiente.

Was er vierzig Spielminuten zuvor sah, war ein RSV Lahn-Dill, der von Beginn an die Favoritenrolle gegen die Frankfurter annahm und auf das Tempo drückte. Dass es letztendlich trotz der eindeutigen Kräfteverhältnisse auf dem Parkett ein ansehnliches Hessenderby wurde, war dabei vor allem den Frankfurtern zu verdanken, die munter und vor allem mutig die Aufgabe gegen den Rekordmeister ebenfalls annahmen.

Im ersten Spielviertel waren es auf Seiten der mittelhessischen Gastgeber vor allem Thomas Böhme und Brian Bell, die der RSV-Offensive ihren Stempel aufdrückten. So gingen, nach teilweise schönem Kombinationsspiel, stolze 17 Punkte auf das Konto der beiden Nationalspieler. Dass sie sich, wie auch später andere, immer wieder gut in Szene setzten konnten, hatten die Beiden vor allem dem Briten Simon Brown zu verdanken, der in knapp 30 Minuten Spielzeit mit 13 Assists glänzte, und seine Statistik zudem mit neun Rebounds und sechs selbst erzielten Punkten weiter aufbesserte. So wuchs der Vorsprung der Hausherren von 10:4 (3.) über 21:9 (9.) schnell auf 37:20 (18.) an, womit die Vorentscheidung bereits vor der Halbzeitpause gefallen war.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild auf dem Parkett der Rittal Arena Wetzlar nicht entscheidend, auch wenn für die Skywheelers die beiden Ex-Lahn-Diller Fabian Gail und Marian Kind zunächst auf 47:28 (23.) verkürzen konnten. Doch lange ließ die Antwort der Wetzlarer nicht auf sich warten, die diesmal von jenseits der 6,75m-Linie erfolgte. Zweimal Thomas Böhme und einmal Teamkollege Mark Beissert, ließen binnen 2:30 Minuten per Dreier das Ergebnis auf der Anzeigentafel auf 60:29 (27.) nach oben schnellen. Hiervon anscheinend motiviert folgte der Auftritt des Australiers Michael Auprince, der nun seine Physis in die Waagschale warf. Bis zum 71:34 (31.) zu Beginn des vierten und letzten Spielabschnitts legte er zehn Punkte in Serie nach, ehe auch Lokalmatador Beissert sein Punktekonto weiter ausbauen konnte.

Am Ende sprachen die statistischen Werte beim 90:40-Erfolg eine klare Sprache. Vor allem das Reboundverhältnis von 53 zu 27 hatte dazu beigetragen, dass die Korbausbeute direkte unter dem Brett bei eindeutigen 44:12 Punkten für die Gastgeber lag. Hinzu kamen 19 Ballverluste bei den Gästen aus der Mainmetropole sowie 26 Assists auf Seiten der Wetzlarer, die auch von der tiefer besetzten Bank starke 37 Zähler beisteuerten. Stärkste Akteure bei den Gästen waren neben Fabian Gail auch Tim Diedrich sowie Nico Dreimüller, der wie Gail selbst lange Jahre das RSV-Trikot trug. Auf Seiten der Hausherren waren die Spielanteile auf den gesamten Kader verteilt und rangierten zwischen rund zehn und knapp 30 Spielminuten. Alleine das Trio Aurpince, Bell und Böhme kam dabei auf zusammen 60 Punkte.

Unter dem Strich war es damit eine überaus gelungene Heimpremiere in der Rittal Arena Wetzlar, die zukünftig eine absolut würdige Spielstätte des 13-fachen Titelträgers sein wird. „Für uns ist der Umzug in der Arena der nächste und elementar wichtige Entwicklungsschritt! Umso dankbarer sind wir für die große Unterstützung der Arenakonzept GmbH als Hallenbetreiber, aber auch der HSG Wetzlar und aller unserer anderen langjährigen Partner, bei dieser Umsetzung“, so RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck.

Für den RSV Lahn-Dill endet mit dieser Partie das Sportjahr 2020, ehe am Freitagabend, 15. Januar der Auftakt in ein hoffentlich einfacheres Jahr 2021 gegen die Dolphins Trier ansteht.

Lahn-Dill: Michael Auprince (22), Brian Bell (19/1), Thomas Böhme (19/2 Dreier), Mark Beissert (11/1), Dominik Mosler (9), Simon Brown (6), Peyman Mizan (2), Ian Sagar (2), Annabel Breuer, Christopher Huber, Catharina Weiß.

Frankfurt: Tim Diedrich (11), Nico Dreimüller (10), Fabian Gail (6), Marian Kind (6), Christoph Spitz (6), Mehrabadi Homayoun (1), Sebastian Arnold, Carsten Crombach, Florian Miller, Lisa Nothelfer.