Lahn-Dill macht Einzug in die Finalserie perfekt

Veröffentlicht: 19.04.2021 RSV Lahn-Dill

Lahn-Dill macht Einzug in die Finalserie perfekt

Foto: Armin Diekmann

Am Samstagabend bezwangen die Wetzlarer Hannover United mit 69:47 und ließen damit dem Vorwochenerfolg den erforderlichen zweiten Erfolg in der „best-of-three“ Halbfinalserie folgen.

Zum Topscorer eines am Ende klaren Heimsieges avancierte der australische Center Michael Auprince, der mit seinem Team nun in den Endspielen auf Titelverteidiger Thuringia Bulls trifft.

Doch so klar das Ergebnis nach vierzig Spielminuten in der Rittal Arena auch wirkte, zu Beginn zeigte der Gast aus Hannover, dass er trotz der Hypothek einer Heimniederlage in Spiel eins, nicht gewillt war die Segel kampflos zu streichen. Vor allem die beiden deutschen Nationalspieler Jan Sadler und Matthias Güntner waren ab der ersten Sekunde hellwach und sorgten so für ein schnelles 2:8 (4.) aus Sicht des gastgebenden RSV. „Wir hatten zu Beginn nicht die Intensität, die wir uns vorgenommen hatten. Dies können wir uns im Finale sicher nicht leisten“, war Cheftrainerin Janet Zeltinger gar nicht angetan vom Start ihrer Mannschaft, der eine frühen Auszeit zur Folge hatte. Doch noch sollte es dauern, bis der deutsche Rekordmeister auf Betriebstemperatur war. Erst nach dem 6:12 (7.) durch den Ex-Wetzlarer Jan Haller, zündete der Turbo des Gastgebers endlich.

Einher ging die Leistungssteigerung mit der Einwechselung von Catharina Weiß und Michael Auprince. Die erst 20-jährige Nationalspielerin machte ihren Job als Ersatz für die verletzte Annabel Breuer gut und der australische Hüne sollte im weiteren Spielverlauf unter dem Hannoveraner Korb richtig heißt laufen. Doch zunächst war es ein Dreier von Böhme, der den 11:12-Anschluss (9.) herstellte, ehe Brian Bell nur wenig später auf 21:13 (12.) die Weichen für sein Team stellen konnte. Im zweiten Viertel machte der RSV Lahn-Dill so aus einem 25:19 (15.) zur Halbzeit ein 37:19, zu dem bereits US-Center Bell und sein Landsmann Steve Serio jeweils zwölf Punkte beisteuerten.

Nach dem Seitenwechsel schlug dann die Stunde des Michael Auprince, der weder unter dem Korb noch aus der Mitteldistanz zu stoppen war. Am Ende kam der lange RSV-Center auf 18 Punkte und dies bei einer starken Wurfquote von exakt 75 Prozent. Dabei profitierte der Australier auch von insgesamt 21 Assists des Trios Bell-Böhme-Serio, die Auprince immer wieder gut in Szene zu setzen verstanden. Dass der RSV Lahn-Dill in Durchgang zwei nicht mehr in Bedrängnis kam und seinen Vorsprung über 45:27 (26.) bis auf 69:42 (38.) ausbauen konnte, hatte er auch einer 38:24-Reboundüberlegenheit und seiner qualitativ längeren Bank zu verdanken. Von dieser konnte der RSV starke 28 Punkte zum Erfolg beisteuern, während dies beim Gast aus der niedersächsischen Landeshauptstadt nur vier Pünktchen waren.

„Unter dem Strich haben wir heute gut gespielt, aber auch gesehen an welchen Schwächen wir noch arbeiten sollten und vor allem müssen. Wir können dies alles noch deutlich besser machen“, so Janet Zeltinger in ihrem Fazit zur Halbfinalentscheidung. Nachdem am Donnerstag bereits die Füchse Berlin in der HBL mit 27:29 gegen die HSG Wetzlar den Kürzeren zogen, mussten damit binnen 48 Stunden an gleicher Stätte auch die Füchse aus Hannover mit 47:69 das Aus im Playoff-Halbfinale hinnehmen.

In der Finalserie trifft der RSV Lahn-Dill auf seinen Widersacher Thuringia Bulls. Die Mannschaft von Coach Michael Engel setzte buchte mit einem 82:61-Heimsieg über die Baskets Rahden ebenfalls vorzeitig die Fahrkarte in die Endspiele. Die Mittelhessen gastieren dabei am 8. Mai in Thüringen, ehe sie in Spiel zwei und optional drei am 15. und 16. Mai in der Rittal Arena Wetzlar Heimrecht genießen.

Text: Andreas Joneck